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Barocke Ingenieurskunst Der "Alte Kranen" ist nicht nur ein erhaltenes Stück Ingenieurskunst aus dem 18. Jahrhundert, sondern für Würzburg auch ein Stück ganz und gar unverzichtbare Identität im Stadtbild. Er steht ziemlich genau in der Verlängerung der Julius-Promenade am sogenannten Kranenkai eingerahmt von der gleichnamigen Kranenbastion bzw. den restaurierten Elementen dieser Bastion. Die Flößerei auf dem Main und die Sifffahrt mit dem Umschlag von Waren, Baumaterialen etc. war schon von alters her ein wichtiger Bestandteil der Lebensader der Stadt am Fluss. Wie sich unschwer vermuten lässt, wurden an diesem Ort diejenigen Waren umgeschlagen, welche die Stadt erreichten bzw. aus ihr wieder hinausgingen. Alte Stiche zeigen z.B. Holzlager, Speicherhäuser und einiges mehr. Hier befand sich natürlich auch das Zoll- und ein zugehöriges Lagerhaus der Stadt. Im Rahmen der barocken Stadtbefestigung mit eben diesen Lagerflächen z.B. auch auf der Bastion bestand die moderne Lösung in einem grossen neuen Kran. Erbaut zwischen 1767 - 73 durch Franz Ignaz Neumann, einem Sohn Balthasar Neumanns, löste der Kran einen älteren aus dem Jahr 1560 ab, der den Anforderungen nicht mehr gerecht wurde. Die vollständig um 360 Grad drehbaren auf einer Kransäule gelagerten Hebearme konnten mühelos Lasten von mehr als einer Tonne bewegen. Das geschah im Inneren des Kranhauses über ein Räderwerk und Flaschenzüge, welche nach dem Prinzip des Hamsterrades von bis zu 6 Männern angetrieben wurden. Diese Männer nannte man in Würzburg "Kärrner", womit man in früheren Tagen vor allem Fuhrleute bezeichnete. Das Wort leitet sich wohl vom Wort 'Karren' ab. Was einem heute wie eine lustige Idee vorkommt, war damals jedoch ziemlich innovativ. - Der 'Alte Kranen' ist noch immer voll funktionsfähig. Allerdings war es auch die Zeit der frühen Industrialisierung und rasch anwachsender Anforderungen, so dass bereits 1846 einige Dutzend Meter flussabwärts ein neuer Kran komplett aus Eisen errichtet wurde, dem durch das Anlegen des 'Alten Hafens' noch ein wenig weiter flussabwärts wiederum selbst keine allzu lange Lebensarbeitsdauer beschieden war. Rund 100 Jahre nach seiner Ablösung kam der 'Alte Kranen' jedoch wieder zum Einsatz, als mit seiner Hilfe und einer sogenannten 'Trümmerbahn' (via Schienenloren) schon unmittelbar nach dem Krieg täglich bis zu 900 Tonnen Trümmerschutt per Schiff aus der Stadt geschafft werden konnten. - Der 'Alte Kranen' hatte die Bombennacht vom 16. März 1945 intakt überstanden und gab den Menschen in der schwersten Stunde der Stadt die Hoffnung zurück, diese furchtbare Katastrophe überwinden zu können. Service: Diesen Artikel als Podcast herunterladen. Der ‘Alte Kranen’ im Video des Altstadtrundganges Die Station 9 des Altstadtrundganges beschäftigt sich mit dem ‘Alten Kranen’ am Mainkai und mit der ‘Alten Mainbrücke’. Sehen Sie hier das entsprechende Kapitel aus dem Video des Rundganges, das Sie sich auf Mein-Wuerzburg.com in voller Länge auch auf der zuständigen Seite Altstadtrundgang anschauen können.

Alter Kranen

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Impressionen zum Alten Kranen

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