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Wendeplätze des sozialen Lebens Überall, wo Menschen an einem Ort zusammen leben gibt es sie, die sogenannten "Sozialen Wendeplätze". Das sind öffentliche Plätze, an denen man zusammen kommt, sich trifft, plaudert, geniesst, entspannt, sieht und gesehen wird. Das sind Orte, an denen man eigentlich nichts Besonderes tut, welche jedoch ungemein wichtig sind für die soziale Gemeinschaft und für die Atmosphäre einer Ortschaft. Im mediterranen Raum hat z.B. jedes auch noch so kleine Weiler eine Stelle, an der gegen Ende eines Tages die Jugendlichen irgendwo zusammenkommen, mit ihren Mofas oder Fahrrädern, mit irgendwelchem Unsinn im Kopf oder auch nicht, sie machen das an jedem Tag und z.B. in einem Park oder auch nur auf einem Parkplatz; auch ihre Eltern haben das gemacht und vielleicht sogar an derselben Stelle. Ebenso gibt es da diese Plätze, an der sich die alten Männer treffen und z.B. "Boule" oder "Pétanque" (hierzulande heißt das 'Boccia') spielen. - Das ist alles einfach sehr wichtig für das gesunde Funktionieren einer Sozialen Gemeinschaft und für das Wohlbefinden der Menschen. Angelegt nach den regionalen kulturellen Ausprägungen. Man ist hier in Franken zwar nicht südländisch geprägt und Würzburg ist seit den Tagen der ersten Bischöfe ganz bestimmt auch kein kleiner Weiler mehr an irgendeiner Furt, aber dennoch sind solche sozialen Plätze auch im Städtischen vorhanden und sehr wichtig. Würzburg besitzt sie natürlich auch und im Rahmen des städtischen Treibens können Besucher der Stadt ohne Weiteres an Ihnen teilnehmen. Zwei dieser 'Sozialen Wendeplätze' sollen Ihnen hier ans Herz gelegt werden. An einem sonnigen Tag bilden Sie den idealen Abschluss für einen Besuch in der Stadt: 1) Der Mainkai - Auf der kleinen Bastion des Alten Kranen etwas flussabwärts der Alten Mainbrücke gibt es den kleinen japanischen Steingarten und auch einen Biergarten, den es in anderer Form bereits vor der Umgestaltung um 1990 herum gab. Für hauptsächlich jüngere Leute und Studierende ist es Tradition, sich dort direkt an der Kaimauer entweder mit oder ohne Getränk aus dem Biergarten niederzulassen und zu lernen, zu plaudern oder sich einfach nur zu treffen. Die jeden Tag entstehende Atmosphäre ist einmalig und das gegenüber liegende Panorama des Festungsberges zusammen mit dem dahin fliessenden Fluss nicht zu übertreffen. In den 2000er Jahren hat das Rathaus einmal versucht, das sich Niederlassen auf der Kaimauer zu verhindern, in dem für teures Geld so Dinger aus Edelstahl die ganze Mauer entlang im Stein verankert wurden. Angeblich um Unfälle zu verhindern, aber schnell war auch die wahre Katze aus dem Sack, die nämlich die jungen Leute da 'aus dem Stadtbild' weg haben wollte. Die Empörung selbst aus den konservativsten Ecken heraus und von Menschen, die sich selbst dort niederlassen, war jedoch so groß, dass man diese Dinger innerhalb kürzester Zeit wieder entfernen lassen musste. Diese 'sozialen Wendeplätze' sind eben wichtig. - Die Stellen, an denen die Rohre wieder wegeflext wurden, kann man in der Mauer noch überall sehen. 2) Die Alte Mainbrücke - Seit ein paar Jahren hat eine kleine, aber sehr geniale Idee den Treffpunkt zum Verweilen mitten auf der Brücke zu einer Institution werden lassen, egal ob Jung oder Alt, ob Würzburger, Besucher oder 'Zugereister'. Das Anfang der 2000er Jahre eröffnete Lokal in dem alten Mühlenhaus an der Brücke hatte mit seinen beiden Terrassen zum Fluss hin schon einen sehr guten Erfolg, als man neben dem Eingang auch einen Schoppenverkauf für fränkische Weine einrichtete. - An schönen Tagen ist die Brücke nun voller Menschen, die mit einem Glas Wein in der Hand die Stadt und das Leben geniessen. Genial!

Die “Sozialen Plätze”

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