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Ein Krankenhaus als es so etwas eigentlich noch gar nicht gab ... Die Gründung des "Bürgerspitals zum Hl. Geist" fällt auf das Jahr 1319, für welches die fürstbischöfliche Anerkennung - Exemtion - der Stiftung des Patriziers Johann von Steren über ein sogenanntes "Neues Spital vor dem Hauger Tore" (heute Theaterstasse Ecke Semmelstrasse), welches nach dem Tod des Stifters vom Rat der Stadt verwaltet wurde und Kranke sowie Siechende versorgte. Eine öffentliche soziale Einrichtung dieser Art stellte zu jener Zeit ein sozusagen fortschrittliches Unikum  dar und war etwas einzigartig Besonderes, das für seinen Betrieb sogar die päpstliche Bestätigung benötigte, welche 1321 eintraf. Die Anlage entstand im Nordosten unmittelbar ausserhalb der damaligen Stadtmauer. Ein Brücke über den Stadtgraben führte vom sogenannten Spitaltor zu den Eingängen der um einen grossen und mehrere kleine Höfe angeordneten Anlage und zu der gotischen Spitalkirche aus dem Jahr 1371, welche heute den ältesten Teil des Bürgerspitals darstellt. Nach 1340 erfolgte die Vereinigung des Komplexes mit damaligen "Siechenhaus" vor der Stadt. Zur Stiftung gehörten von Beginn an einige Weinbauflächen sowie Gutshöfe, aus deren Erträgen sich das Spital finanzierte. Im Lauf der Jahrhunderte kamen umfangreiche Schenkungen (Land, Lehen etc.) hinzu, so dass ein veritabler Wirtschaftsbetrieb entstand. Nach diversen Erweiterungen und Umbauten, wurde Anfang des 18. Jahrhunderts ein barocker Komplex errichtet, dessen gestalterisches Erscheinungsbild wir mit den Wandelarkaden auch heute im Innenhof vorfinden. Sehr bekannt ist auch das Glockenspiel mit Szenen der Frankenapostel, welches gerne den Touristen auf Führungen gezeigt wird. Dieses allerdings ist - wie auch das historisch anmutende Häuschen an der Ecke zwischen Spital und Kirche eine Schöpfung des Wiederaufbaus nach dem 2. Weltkrieg. Heute ist die Stiftung v.a. ein Betreiber verschiedener Seniorenzentren (darunter ein Hochhaus in der Sanderau sowie dort auch das historische “Ehehaltenhaus”) und Hersteller von Frankenweinen aus den eigenen Lagen. TIPP: Bekannt und beliebt sind die 'Bürgerstuben' im historischen Gebäude des Spitals. Dort kehrt man sozusagen wahrhaft fränkisch ein. Service: Diesen Artikel als Podcast herunterladen. Das ‘Bürgerspital’ im Video des Altstadtrundganges Die Station 3 des Altstadtrundganges beschäftigt sich u.a. mit dem ‘Bürgerspital zum Hl. Geist’. Sehen Sie hier das entsprechende Kapitel aus dem Video des Rundganges, das Sie sich auf Mein-Wuerzburg.com in voller Länge auch auf der zuständigen Seite Altstadtrundgang anschauen können.

Bürgerspital

Die Spitalkirche aus dem 14. Jahrhundert

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