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Wenn man noch nie in Würzburg gewesen ist, so gehören ein paar gespeicherte Informationen doch zum Allgemeinwissen dazu. So weiß man beispielsweise, wo ungefähr der Ort geografisch liegt und dass die Stadt Würzburg ähnlich wie Bamberg über Baudenkmäler verfügt und vielleicht auch ein wenig mittelalterlich sein könnte. Man hat schon einmal von der Residenz und von der Festung Marienberg gehört. Viele sicherlich auch vom Käppele oder dem Lusamgärtchen mit dem Grab von Walter v. d. Vogelweide oder einem anderen Detail der Stadt. - Lesen Sie hier in der Zusammenfassung, woher Ihr Informationsbild zu Würzburg kommt und ein wenig auch, in welchen Zusammenhängen manche Monumente wahrgenommen werden sollten, die Sie hier sehen und erkunden. TIPP: Video-Einführung in die Würzburger Stadtgeschichte Der ca. 15-minütige Film vermittelt einen kompakten Überblick zu 1300 Jahren Würzburg. Erfahren Sie in der Zusammenfassung das Wichtigste zu Ereignissen, Protagonisten, Kultur und Kunst der Würzburger Stadtgeschichte. - Der Film ist v.a. dazu gedacht, die auf Mein-Wuerzburg.com angebotenen Rundgänge medial zu begleiten. Für eine etwas vertieftere Annäherung an die Würzburger Stadtgeschichte ist dagegen der nachfolgende Artikel besser geeignet, da er sich im Rahmen des zur Verfügung stehenden Platzes zumindest auch rudimentär ein wenig mit Zusammenhängen und Hintergründen auseinandersetzt bzw. in der angebotenen Information deutlich weiter geht. _______________________________________________________________________________________________________                  
Die Stadtgeschichte von Würzburg beginnt offiziell vor 1300 Jahren und ein paar Zerquetschten, denn im Jahr 704 beurkundet der Herzog Hetan II am 01. Mai eine Landschenkung irgendwo im Thüringischen an den friesischen Missionsbischof Willibrord. Darin wird der Ort Würzburg als "Castello Virteburch" bezeichnet. Eine Burg also, zu der auch die entsprechende Besiedlung und Bewirtschaftung im Umfeld gehören musste. Besiedlung und Stadtgeschichte beginnen allerdings schon in grauer Vorzeit. Dort wo heute die Nervenklinik der Universität am Schalksbergweg (westliches Ende des Ortsteils Grombühl) liegt, wurden in den 1970er Jahren Knochen und Werkzeuge aus dem Pleistozän - das ist der erdgeschichtliche Abschnitt, der die Jahrhunderttausende vor der letzten Eiszeit beschreibt - gefunden. Z.B. ein Hammer aus Elchgeweih. Es soll sich dabei um eine Tiertränke direkt am Mainufer gehandelt haben, das zu jener Zeit ca. 30 Meter höher lag als heute. Ganz in der Nähe der späteren Furt durch den Fluss, welche natürlich grossen Einfluss hatte auf die ersten Siedlungsplätze in der heutigen Pleich und in der Folge auch auf dem Marienberg. Wahrscheinlich ist, dass diese Funde dem "homo erectus heidelbergensis" - dem unmittelbaren Vorfahr der Neandertaler - um 250 - 400.000 v. Chr. zugeordnet werden können. Unser Würzburg war also schon ein besonderer Platz, als wir Menschen noch längstens nicht das waren, was wir heute sind. Auch in prähistorischer Zeit hat es den bereits modernen Menschen vor ca. 7 - 4.000 Jahren an den Platz des heutigen Würzburg gezogen. Nachgewiesen sind z.B. die Bandkeramiker, Rössener, Schnurkeramiker und Glockenbecherleute zum Ausgang der neolithischen Kulturen. Die Attraktivität des Ortes wird an der Mainfurt, den klimatischen Umständen, die wir auch heute kennen und der topografisch besonders geschützten Lage gelegen haben. Verschiedene Wanderwege haben sich hier am Main gekreuzt. Mit den Kelten beginnt die feststehende Siedlungsgeschichte. Um das Jahr 1.000 v. Chr. herum entsteht in der Bronzezeit auf dem Marienberg (Festung) eine nachgewiesene keltische Fliehburg mit Wehranlage und Kultstätte. Dies spricht auch für weitere keltische Siedlungen in der näheren Umgebung. Aus späteren Vermischungen mit evtl. ebenfalls zuvor bereits keltisch-germanisch gemischten Germanenstämmen sind möglicherweise die Turonen hervorgegangen, welche zur Zeit der Antike in der Region siedelten. Nach einschlägigen Niederlagen gegen die Germanen und der Aufgabe ihrer Pläne für "Germania Magna" (Groß-Germanien) legten die Römer hier ihre Grenzbefestigungen nicht etwa an der sich anbietenden Mainlinie an, sondern errichteten den Limes (antiker Grenzwall der Römer) südlich des Gebietes der Turonen. Dies spricht zumindest für eine gewisse Wehrhaftigkeit oder sogar für eine zeitweise Bündnispartnerschaft in dem berühmten Cheruskerbund, wie es bei den Chatten als Nachbarn im Norden der Fall war. Offensichtlich ist jedenfalls, dass die Römer nicht mehr das Bedürfnis verspürten, diese Region ihrem Imperium anzugliedern. Während der Bewegungen der spätrömischen Zeit dürfte so manches Völkchen auch durch die mainfränkische Region gewandert sein. Die Markomannen waren dabei, ebenso wie die Hermunduren, die Burgunder und natürlich die Chatten. Geblieben sind mehr oder weniger die Alemannen im 5. Jahrhundert. Um 450 n. Chr. benennt der spätrömische sogenannte "Geograph von Ravenna" einen Ort namens "Uburzis", bei dem es sich möglicherweise um das spätere Würzburg handelt. 496 n. Chr. kommt es nach einem Sieg der Franken über die Alemannen zur umfangreichen Landnahme inklusive der linksmainischen Burg auf dem Marienberg. Diese wird ein Fürstenhof der Merowinger. Im folgenden Jahrhundert dehnt sich die zu diesem Zeitpunkt nur linksmainisch am Fuß des Marienberges gelegene Siedlung auch rechtsmainisch aus. Der Ort gewinnt durch seine strategisch und im Rahmen von Handelswegen jetzt immer wichtiger werdende Lage an Bedeutung. Herzogtum Franken - Missionare im Glauben und Märtyrer - Bistum Das siebte Jahrhundert brachte der Siedlung - von mehr wird man noch immer nicht sprechen können - einiges an Entwicklungen und Ereignissen, welche zum Teil gar bis in unsere Tage hinein wirken. Um 650 n. Chr. wird Würzburg der Hauptort eines Herzogtums Franken innerhalb der merowingischen Verwaltung in allerdings nicht sehr exakt bestimmbaren Grenzen. In der Praxis war es aber doch eher so eine Art Fürstentum. Verwaltungen, Bezeichnung, Riten, Traditionen etc. waren zu jener Zeit eben noch stark im Fluss bzw. bildeten sich erst aus. Eine Quelle bezeichnet in der einen Weise, eine andere wiederum auf jene. Eine wichtige Rolle spielt dabei natürlich auch die zeitliche Nähe oder Entfernung einer solchen Quelle. Nehmen wir es also nicht so übergenau, sondern versuchen hierbei v.a. ein möglichst zutreffendes Bild von Würzburg und seiner Entwicklung zu gewinnen. Obwohl die Merowinger seit Chlodwig I. eigentlich ein christliches Geschlecht waren, galt dies selbst 150 Jahre danach nicht unbedingt auch für die in den verschiedenen Reichsteilen lebenden Volksgruppen, ja nicht einmal für den regierenden Adel. So auch im Fürstentum rund um Würzburg. Im Reich der Franken, aber auch darüber hinaus wirkten daher zunehmend Missionare aus den schon überwiegend christianisierten Ländern der britischen Inseln. So beginnt die lebendige und anfassbare Geschichte von Würzburg also mit 3 irischen Missionaren und einem fränkischen Fürstenpaar. Sie begleitet unsere Stadt bis auf den heutigen Tag und ist angesiedelt irgendwo zwischen Wahrheit, Legende und Dichtung bzw. der typisch römisch-katholischen Mythenbildung. Hier die prosaische Geschichte in meiner Kurzversion: Kilian, mit seinen Begleitern Kolonat und Totnan, kam im Jahre des Herrn 686 in das Reich und an den Hof des Herzogs Gosbert zu Würzburg, wo er das Evangelium verkündete und die Kinder des Herrn taufte. Auch Gosbert, welcher nach dem Tod seines Bruders dessen Weib Gailana zur Frau genommen hatte, liess sich taufen und hörte das Wort des Herrn gern. Die Fürstin jedoch geriet darüber in grossen Zorn, da Kilian dem Fürsten dazu riet, seinem Weibe fortan nicht mehr beizuwohnen und ihn gar aufforderte, es zu verstossen, da die Schwagerehe als zutiefst unsittlich anzusehen sei, wie es bereits Johannes d. Täufer gelehrt habe. Als nun Gosbert in einer dringenden Kriegsangelegenheit fern seines Hofes weilte, fielen Kilian und seine Gefährten der Rachsucht des verstossenen Weibes Gailana anheim, in dem diese sie auf das Heimtückischste durch gedungene Häscher im Jahre des Herrn 689 meucheln ließ. Noch im Angesicht des sicheren Todes beteten die Diener des Herrn mit der Bibel in der Hand und nahmen das Martyrium entgegen. Ihre sterblichen Überreste verscharrte man im Pferdestall der Herzogsburg, den die Pferde des Fürsten jedoch fortan scheuten. Die Mörder aber bereuten und gestanden dem heimgekehrten Fürsten ihre Tat. Sie und auch die verstossene Fürstin Gailana fielen dem Wahnsinn anheim und starben von eigener Hand. Soweit die Geschichte der 3 Frankenapostel Kilian, Kolonat und Totnan, wie sie heute genannt werden. - Gosbert war übrigens der Vater des eingangs schon erwähnten Hetan II., mit dessen Schenkungsurkunde im Jahr 704 n. Chr. die Stadtgeschichte gewissermassen offiziell beginnen konnte. - Um es gleich vorweg zu nehmen: in der Geschichte steckt sehr viel und wahrscheinlich sehr bewusst inszenierte Legendenbildung, denn es existiert nicht der geringste Hinweis, dass sich im Nachgang des berichteten Martyriums ein Kult dazu entwickelt hätte, wie es zur Überlieferung eines entsprechenden Wahrheitsgehaltes hätte sein sollen. Das Ganze ist wohl eine Legendenschöpfung aus karolingischer Zeit. - Der tatsächlich in den ostfränkischen Gebieten wirkende und von der britischen Hauptinsel stammende Missionsbischof Bonifatius - eigentlich Wynfreth - gründete neben weiteren Bistümern und im Rahmen des Ordnens der kirchlichen Organisation im Frankenreich sowie im Herzogtum Bayern 742 n. Chr. das Bistum Würzburg. Als 1. Bischof setzte er Burkard ein, einen Angelsachsen vornehmer Herkunft und Benediktinermönch wie er selbst. Burkard nimmt im Rahmen einer Randnotiz Bedeutung in der Geschichte des Frankenreiches ein, da er jener Delegation angehörte, die für Pippin den Jüngeren (Vater Karls d. Großen) bei Pabst Zacharias die Anerkennung des Karolingers als König erwirkte. In Würzburg griff er sogleich zur Legitimation und Stärkung der Bedeutung des Ortes die Geschichte Kilians auf, in dem er zur Verehrung die Gebeine der Märtyrer bereits 742 exhumieren ließ. Am Ort der Fundstelle wurde anschliessend die erste Domkirche (wohl noch überwiegend aus Holz), der sogenannte Salvatordom errichtet und befindet sich heute das Neumünsterstift. Die Erhebung in den Stand von zunächst Diözesanheiligen erfolgte am 08. Juli 752. Wallfahrten zu den Heiligen setzten ein. Der Kilianskult mit der zugehörigen Legende verbreitete sich nachhaltig während des 9. und 10. Jahrhundert und nachgerade sogar bis in die irische Heimat der 3 Mönche. Ziel muss es gewesen sein, die Rechtsordnung von Kirche und Bistum zu stärken sowie gerade auch die Anstössigkeit der sogenannten Schwagerehe zu betonen, welche dem alten Glauben und zuvor auch den Römern zur Versorgung der Hinterbliebenen eine Selbstverständlichkeit gewesen ist. Die Karolinger jedoch lehnten dies ausdrücklich ab und hatten darüber hinaus - vorsichtig ausgedrückt - keine Schwierigkeiten damit, der Geschichtsschreibung auch einmal ihre eigene Sicht der Dinge zu verordnen. Von daher sollte man die Legende am Beginn unserer Stadtgeschichte weniger als Tatsache ansehen, sondern als das, was sie tatsächlich ist und wofür sie wahrscheinlich sogar gebildet wurde. Als Auftakt zu einer ganz außerordentlichen urbanen Entwicklungsgeschichte. Der Bischof Burkard ist übrigens auch der Gründer des nach ihm benannten Klosters am Fuß des Marienberges, das zunächst Andreaskloster hiess und welches im Rahmen ihres Besuchs in Würzburg unbedingt Ihre Beachtung verdient. Die Gebeine der 3 Frankenapostel ruhen heute bis auf die Schädel in einem Reliquienschrein in der Krypta der Neumünsterkirche, letztere befinden sich in einem weiteren Schrein im Altar des Kiliandomes, welcher einmal im Jahr im Juli ausgestellt wird. Auf Prozessionen und weitere römisch-katholische Riten im Kontext der Reliquien wollen wir hier nicht eingehen. Bei der Überführung in die fertig gestellte Domkirche war im Jahr 788 Karl d. Große höchstpersönlich anwesend. Auch dies ein Beleg für den Erfolg und die Bedeutung der Legende. Hier gingen die eindeutigen Interessen von Welt- und Geistlichkeit im frühen Mittelalter noch Hand in Hand. In späterer Zeit war dies mitnichten immer der Fall, was wir gerade auch in der Geschichte Würzburgs erleben werden. Das würzburgische Mittelalter Unter den späten Karolingern und Ottonen geraten Stadt und Bistum ein wenig aus dem Blick, entwickeln sich aber kontinuierlich weiter. Neben verschiedenen Spielarten rund um die altdeutsche Bezeichnung "Wirziburg" erlangt die Stadt Bekanntheit unter dem lateinischen Namen Herbipolis bzw. Herbipolensis, den v.a. das Bistum prägt. Das bedeutet so viel wie "Kräuterstadt" und ist reine Adaption. Mit Gewürzen oder Kräutern hat der Name jedenfalls nichts zu tun. Kurz angerissen hat es mehr mit dem altdeutschen "Virte" oder vielleicht sogar einem keltischen Namen in Richtung "virtius" zu tun. Das eine bedeutet in etwa "Schutzherr", das andere "Tapferkeit". Um 900 n. Chr. erhält die linksmainische Siedlung eine befestigte Stadtmauer. Um das Jahr 1000 n. Chr. folgt die erste Befestigung der rechtsmainischen Siedlung, die bereits die Ausdehnung des sogenannten Bischofshutes (siehe Abbildung) einnahm. Um das Jahr 1000 herum entsteht vor den damaligen Toren der Stadt das Kollegialstift Haug auf Initiative des Bischofs Heinrich I., unter anderem auch als Alterssitz für Kanoniker. Der Name geht auf das althochdeutsche Wort "Haugis" zurück und bedeutet Hügel. Er bezieht sich auf eine Kapelle am Schalksberg genau dort, wo die ersten Frühmenschen ihre Tiere am Main getränkt haben. Die heutige, so genannte "Hauger Pfarrkirche" wurde von Antonio Petrini zwischen 1670 - 1690 erbaut  und gilt als dessen Hauptwerk. Architektonisch stechen die 60 Meter hohe, dem Petersdom in Rom nachempfundene Kuppel sowie die Doppeltürme der wuchtigen Fassade ins Auge. Obwohl dem fränkischen Barock zugerechnet, braucht es ein wenig Phantasie und Kenntnis dies zu erkennen. Ca. 1030 n. Chr. erhält das Bistum unter Meginhard I. durch den ersten salischen Kaiser, Konrad II., umfangreiche Rechte zugestanden, darunter Münz-, Markt- und Fährrechte sowie auch Zollerhebung und Gerichtsbarkeit. Würzburg war nun keine Königsstadt mehr, sondern eine bischöflische. Dies mag damit zusammenhängen, dass Konrad vor seinem Aufstieg bereits Herzog von Franken war und in der Nachfolge seiner weltlichen Macht das Bistum letztlich anderen Lösungen vorzog. - Ein wahrer Wendepunkt in der Stadtgeschichte, wie sich zeigen sollte. Ab dem Jahr 1040 nimmt der Würzburger Bischof Bruno den Neubau einer Domkirche in Angriff, nur wenige Meter südlich des bisherigen Salvatordomes, welcher im Lauf seiner Geschichte mehrfach niederbrannte und den Ansprüchen des aufstrebenden Bistums nicht mehr genügte. Der Bauplatz wurde sehr bewusst auf einer Kalksteinplatte am höchsten Punkt des Stadtgebietes gewählt, denn es sollte ein mächtiges Bauwerk werden. Und in der Tat, bis 1075 entsteht in seinen Ausmaßen das viertgrößte romanische Bauwerk der salischen Zeit und das größte, wenn man den umbauten Raum zugrunde legt. Die endgültige Weihe zum Dom St. Kilian findet allerdings erst 1188 nach dem Abschluss erster Um- und Ausbauarbeiten unter Bischof Gottfried v. Spitzenberg statt. Die endgültige Fertigstellung der beiden Osttürme wird sogar erst 1255 abgeschlossen. Es heisst, dass die erste Stufe des Domes dem höchsten, jemals stattgefundenem Hochwasser Einhalt geboten hat. Das Bauwerk erzählt durch seine ersten beinahe 1.000 Jahre eine sehr bewegte Geschichte. Die jüngste Umgestaltung des Innenraumes und der Krypta bis Ende 2012 haben einen Kirchenraum zwischen Vergangenheit und Moderne geschaffen, wie es ihn in dieser Ästhetik wohl kein zweites Mal gibt. Eine absolute Schau! - Lesen Sie zum Kiliansdom auch den entsprechenden Artikel in der Rubrik "Sehenswürdigkeiten". Im 11. und 12. Jahrhundert nimmt die Stadt einen rasanten Aufschwung. Nicht alle finden mehr Platz innerhalb der Mauern. Es entwickeln sich Vorstädte, darunter die Pleich und Sand (Sanderau). Eine erste Steinbrücke führt ab 1133 über den Main  ebenda wo wir heute die alte Mainbrücke finden und die Strasse bis zu den Stufen des Domes hinaufführt. Es handelt sich allerdings noch nicht um die heutige Brücke. Im Jahr 1127 kommt es dazu, dass in Würzburg das erste "Ritterturnier" auf deutschem Boden stattfindet. Im Lauf der folgenden Jahrzehnte entwickeln sich solche Turniere zum gesellschaftlichen Großereignis, da im Rahmenprogramm auch Märkte und Feste stattfinden sowie Gaukler, Sänger und allerlei Spielgruppen auftreten. Diese Ereignisse waren gewissermassen die Antwort des Mittelalters auf das römische Credo von "Brot und Spielen". Ihre Attraktivität nahm erst nach Jahrhunderten mit dem Beginn der Neuzeit schleichend wieder ab. Kaiser Friedrich I., genannt Barbarossa, heiratete im Jahr 1156 Beatrix von Burgund in Würzburg. Der feierliche und von der Bevölkerung umjubelte Hochzeitszug führte von der damaligen Kaiserpfalz - ungefähr dort gelegen, wo sich heute die Deutschhauskirche befindet - über die steinerne Mainbrücke die Domstrasse hinauf bis zum Dom. Es war das stilbildende Gesellschaftsereignis des hohen Mittelalters schlechthin. Wenn fortan ein Autor des mittelhochdeutschen Romans oder ein Dichter, ein Sänger etc. Ereignisse von grosser Pracht und Herrlichkeit zu beschreiben hatte, so wurde der ausführliche Vergleich zur Würzburger Kaiserhochzeit herangezogen, denn nur dann konnte es sich auch tatsächlich um ein Ereignis von wahrer gesellschaftlicher und höfischer Bedeutung handeln. Friedrich Barbarossa hielt sich häufiger in Würzburg auf. Zwischen 1152 und 1180 finden allein 18 Reichstage in Würzburg  statt. Die Bischöfe jener Zeit stehen dem Geschlecht der Staufer sehr nahe und zum Teil auch Barbarossa ganz persönlich. So übernimmt z.B. Bischof Herold während der Abwesenheit des Kaisers (Kriegszüge) die Aufsicht über die Kaiserliche Kanzlei zusammen mit entsprechenden Befugnissen. Man könnte durchaus von einer frühen Kanzlerschaft sprechen. 1168 erhält das Bistum vom Kaiser die später als "Güldene Freiheit" bezeichnete Belehnung mit der Herzogswürde. Von nun an war der Bischof zu Würzburg gleichzeig ein weltlich regierender 'Herzog in Franken', ein Fürstbischof. - Dies blieb so bis zur Säkularisierung Anfang des 19. Jahrhunderts. 1193 ist Würzburg Gastgeber der Vertragsverhandlungen zur Freilassung von Richard Löwenherz. Hierzu treffen sich Kaiser Heinrich IV. und Leopold von Österreich in der Stadt. Nach dem Tod Barbarossas 1190 geht dessen Pfalz in den Besitz des Bistums über und nicht etwa an dessen Sohn und Nachfolger. Das Bistum wiederum überträgt sie um 1220 herum an den Deutschen Orden, welcher dort eine durch weitere Schenkungen (teilweise basierend auf Kriminalgeschichten, wie sie ein Thriller-Autor heute kaum spannender erfinden könnte) reiche und bis 1809 bestehende Kommende errichtet. Die großartige Deutschhauskirche mit dem Schwibbogen (verband Kirche und Ordenshaus) über dem Schottenangerweg entsteht in den letzten Jahrzehnten des 13. Jahrhunderts. An einem Stein vor dem Hauptportal lassen sich noch heute die Spuren des rituellen Schärfens bzw. Wetzens der Ritterschwerter erkennen. Um 1220 herum dichtet Walther von der Vogelweide "ich hân mîn lêhen, al die werlt, ich hân mîn lêhen". Kaiser Friedrich II. ("Das Staunen der Welt") gibt Walther unmittelbar oder sogar anlässlich seiner Thronbesteigung ein Lehen, das sich bei Würzburg befunden haben soll. Nach einem langen Wanderleben an den Höfen dieser Zeit hatte der schon zu Lebzeiten berühmte Sänger und Dichter somit sein Auskommen fürs Alter. Er soll den letzten Abschnitt seines Lebens im Neumünster Stift zugebracht haben, wo er auch begraben liegt. Jedenfalls spricht einiges dafür. Ganz genau weiß man es aber nicht. - Sie finden das Grab im Lusamgärtchen der Neumünsterkirche mit dem kleinen romanischen Kreuzgang, welcher dort ebenfalls aufgestellt ist. Bewunderer Walthers legen noch heute regelmüßig frische Blumen ab und die kleine Vogeltränke im Grabstein geht angeblich ebenfalls auf einen Wunsch des Dichters zurück. Auch wenn es uns im Täglichen nicht bewusst ist, in unserem Sprachgut spielt Walther eine grosse Rolle, denken Sie z.B. einmal an "Unter den Linden ...". Überhaupt war dies die Hochzeit der mittelhochdeutschen Literatur. Einige weitere Verfasser treten in oder um Würzburg herum auf. Vielleicht haben Sie schon einmal gehört von Wolfram von Eschenbach ('Parzival'), Konrad von Würzburg ('Der Welt Lohn') oder Johann von Würzburg ... Im 13. und den folgenden Jahrhunderten waren die Fürstbischöfe immer wieder in lokale und auch überregionale Fehden mit durchaus kriegerischen Auseinandersetzungen verwickelt.  Auch der Bischofsstuhl selbst war ob seiner Machtfülle nicht selten umkämpft. Es gibt dazu unzählige Geschichten und Wendungen, welche zwar zur Stadtgeschichte gehören, aber als Wissen den Besuch in der Stadt nicht direkt bereichern. - Nehmen Sie hier nur mit, dass eine Vielzahl an schillernden Figuren das hohe und späte Mittelalter begleitet haben, wobei Sie in Stadt und Region Spuren hinterliessen. Aufstrebendes Bürgertum - Ziel Reichsfreiheit In der Zeit des Hochmittelalters entstand gerade im Rahmen urbaner Zentren ein zunehmend starkes und selbstbewusstes Bürgertum. Handel und Handwerk waren die Herzkammern des wirtschaftlichen Erfolges, den natürlich auch der Bischof als Regent sich wünschte. Die Zünfte ihre mächtigen Vertreter. In gewisser Weise ist es nur menschlich, dass die Ziele und Interessen von Bürgertum und Fürstbischof auf Dauer immer weniger zusammen passten und Spannungen zunahmen. Im Jahr 1253 war es dann Fürstbischof Hermann v. Lobdeburg, der den Bischofssitz aus Sicherheitsgründen auf die Festung  verlegte. Dies erklärt dann sowohl den repräsentativen Ausbau zum Schloss als auch die weitere extrem starke Befestigung bis ins 18. Jahrhundert hinein. Für das Jahr 1256 ist die erstmalige Erwähnung eines Rates der Bürgerschaft festzuhalten. Dieser Rat erwirbt im Jahr 1316 den romanischen Geschlechterturm "Grafeneckert" in unmittelbarer Nähe zur Mainbrücke zusammen mit dem "Grünbaum" genannten Seitenflügel, in dem sich der spätromanische "Wenzelssaal" (benannt nach dem vielleicht schlechtesten deutschen König, der indirekt auch in den Prager Fenstersturz von 1419 verwickelt war) befindet, welcher dem Rat fortan als Sitzungssaal diente. Verschiedene Erhöhungen, Aus- und Anbauten führten bis ca. 1500 zu dem Erscheinungsbild, das wir noch heute vorfinden. Spätere Erweiterungen und Erwerbungen wie etwa der "Rote Bau" komplettieren das Rathaus, wie es bis auf den heutigen Tag als solches genutzt wird. So wie der Bischof sich schütze, suchte auch der Stadtrat dies zu tun. Die angestrebte Reichsfreiheit, also Rechte wie Zölle, Markt, gewisse Gerichtsbarkeiten etc., wie sie etwa jener Wenzel der 1398 der Stadt versprach und nach seiner Abreise sogleich wieder zurücknahm, konnte die Stadt gegen die Fürstbischöfe freilich niemals erreichen. Die Niederlage der Bürger und Bauern 1400 in der Schlacht von Bergtheim gegen den Fürstbischof besiegelte es. Daran änderten später auch die Bauernkriege nichts, welche hier besonders blutig tobten, und auch nicht der Einfall der protestantischen Schweden während des 30jährigen Krieges. Mit dem Gasthaus "Zum Stachel" im Gebäude des sogenannten Gressenhofes (benannt nach einer einflussreichen Ministerialfamilie) wird 1319 eine der ältesten deutschen Wirtschaften beurkundet, deren Betrieb bis heute durchgehend andauert. Möglicherweise ist die Bewirtung dort sogar noch um einiges älter, denn das romanische Gebäude stammt aus der Stauferzeit um 1200. Der Name entstand freilich erst während der Bauernkriege zu Beginn des 16. Jahrhunderts, da sich dort die Anführer der Rebellen zu konspirativen Treffen einfanden, darunter so illustre Persönlichkeiten wie "Götz von Berlichingen" oder auch der Bildschnitzer "Tilman Riemenschneider". Auf das Jahr 1319 fällt auch die fürstbischöfliche Anerkennung - Exemtion - der Stiftung des Patriziers Johann von Steren über ein sogenanntes "Neues Spital vor dem Hauger Tore" (Theaterstasse Ecke Semmelstrasse), später "Bürgerspital zum Hl. Geist", welches vom Rat der Stadt verwaltet wurde und Kranke sowie Siechende versorgte. Eine öffentliche soziale Einrichtung dieser Art stellte zu jener Zeit ein sozusagen fortschrittliches Unikum dar und war etwas einzigartig Besonderes, das für seinen Betrieb sogar die päpstliche Bestätigung benötigte, welche 1321 eintraf. Zur Stiftung gehörten von Beginn an einige Weinbauflächen sowie Gutshöfe, aus deren Erträgen sich das Spital finanzierte. Im Lauf der Jahrhunderte kamen umfangreiche Schenkungen (Land, Lehen etc.) hinzu, so dass ein veritabler Wirtschaftsbetrieb entstand. Heute ist die Stiftung v.a. ein Betreiber von Seniorenzentren und Hersteller von Frankenweinen aus den eigenen Lagen. Bekannt und beliebt sind die 'Bürgerstuben' im historischen Gebäude des Spitals und natürlich das Glockenspiel mit Szenen der Frankenapostel, welches gerne auch Touristen gezeigt wird. Dieses allerdings ist - wie auch das historisch anmutende Häuschen an der Ecke zwischen Spital und Kirche (1371, ältester Teil des Spitals) eine Schöpfung des Wiederaufbaus nach dem 2. Weltkrieg. 1342 zerstört ein Jahrhunderthochwasser weite Teile der ufernahen Stadt, der Stadtbefestigung und auch die über 200 Jahre alte Mainbrücke. Der Neubau der Brücke in Stein ab 1476 dauert Jahrzehnte, um nicht zu sagen Jahrhunderte. Die Arbeiten ruhten immer wieder für lange Perioden und waren endgültig erst 1703 abgeschlossen. Dafür widerstanden die mächtigen und keilförmig vorkragenden Pfeiler fortan jeder Flut. Die barocken Heiligenfiguren (heute überwiegend Nachbildungen) in den Ausbuchtungen der Brückenpfeiler wurden ab 1725 aufgestellt. Pest und Pogrome Zu den sehr dunklen Kapiteln der Stadtgeschichte gehören die Judenpogrome des Mittelalters. Dazu muss man zunächst wissen, dass in der Zeit des Aufstiegs und Blüte der Stadt Würzburg im 12. und 13. Jahrhundert eine der größten jüdischen Gemeinden durch Zuzug aus ganz Europa entstanden war. Neben verschiedenen v.a. politisch motivierten Dekreten und Handlungen sind zwei Ereignisse festzuhalten. Erstens das sogenannte "Rintfleisch-Pogrom" im Jahr 1298. Dabei ging es nicht etwa um Fleisch, sondern um eine angebliche Hostienschändung im nahe gelegenen Röttingen. 'Rintfleisch' war der Name eines kleinen Ritters, der dort das Pogrom anführte, welches sich über die ganze Region ausbreitete. In Würzburg kamen hierbei ca. 950 Juden grausam zu Tode, ein unsägliches Gemetzel. Zweitens das Pogrom von 1349. Erst hatte ein Frost die Weinernte dezimiert und dann kam - wie überall in Europa - als Vorhut der Krankheit das Pestgerücht auch nach Würzburg. Na klar, 'Brunnenvergiftung durch die Juden' war das rasende Wort, das sich überall verbreitete (selbst am Mittelmeer, wie ich durch meine Jahre in Südfrankreich weiß). - Die Würzburger Rechtfertigung des Mittelalters wollte zunächst, dass sich die Juden der Stadt selbst verbrannt hätten, als sich die Bürger näherten sie zu geißeln. Tatsache jedoch war, dass das jüdische Viertel komplett niedergebrannt und die darin lebenden Menschen vernichtet wurden. Niemand kann sagen, um wie viele es sich gehandelt haben mag. Es gab zunächst keine Juden mehr in Würzburg, die Pest jedoch kam erst Jahre später nach Würzburg. Im Nachgang wurde sozusagen zur Verarbeitung der Ereignisse eine der Jungfrau Maria geweihte Kapelle aus Holz errichtet. Diese zog rasch so viele Menschen zur Wallfahrt an, die entweder durch die persönlichen Verluste der Pest oder im Angesicht der eigenen (schrecklichen) Tat so etwas wie Trost oder Zuversicht benötigten, dass sie schon bald nicht mehr ausreichte. Da hatte der Bischof Gebhard von Schwarzenberg im Jahr 1378 eine großartige Idee, ... nämlich die Bürger der Stadt sollten der Jungfrau Maria zur Buße eine neue Kirche errichten. Und das taten Sie dann auch. Im folgenden entsteht mit der Marienkapelle auf dem 'Unteren Markt' ein gotischer Kirchenbau genau über der vormals jüdischen Synagoge. Eine großartig, filigran und leicht in die Höhe aufragende Saalkirche mit dennoch 3 Schiffen, wie es vielleicht keine weitere Entsprechung zu ihr gibt. - Nicht selten glauben weniger informierte Besucher der Stadt, dass es sich bei der Marienkapelle wohl um die Domkirche der Stadt handelt, denn sie präsentiert sich frei stehend und erhaben, während der eigentliche Dom aus der kleinen Menschenperspektive zunächst sehr umbaut wirkt und in seiner Mächtigkeit oft nicht erkannt wird. Würzburg erstaunt seine Besucher auch dadurch, dass inmitten der Enge mittelalterlich entstandener Gassen plötzlich die Freiflächen des oberen und unteren Marktes auftauchen. Es handelt sich hier eben um das 1349 niedergebrannte Judenviertel, welches zu jener Zeit eines der größten oder sogar das größte überhaupt gewesen ist. Trotz Randbebauung (z.B. Falkenhaus / Kaufhof-Komplex) ist das bis auf den heutigen Tag gut nachzuvollziehen und sollte nicht vergessen sein. Spätes Mittelalter - Reformation - Aufstand - Gegenreformation - sowie natürlich die Hexen ... ... und dazwischen die Universität ist man versucht zu sagen. Das ausgehende Mittelalter war eine sehr bewegte Zeit, in der die gesellschaftlichen Kräfte bzw. die Stände miteinander rangen zwischen Fortschritt und Tradition, zwischen beginnender Aufklärung und Bewahrung. So auch in Würzburg. Nach der Niederlage der Bürger (1400 auf dem Schlachtfeld bei Bergtheim) gründete Bischof Johann von Egloffstein 1402 eine erste Universität, 'Hohe Schule' genannt. Möglicherweise tat er dies auch mit dem Ziel, Einfluss auf die meinungsbildenden Kräfte in der Stadt zu nehmen. Es war die 6. Universitätsgründung im deutschsprachigen Raum nach Prag, Wien, Heidelberg, Köln und Erfurt, die alle ebenfalls erst innerhalb von 5 Jahrzehnten zuvor entstanden waren. Damit gehört Würzburg heute zu den gerne als "Traditionsunis" bezeichneten Universitätsstädten. Als erste Heimstadt diente der sogenannte Löwenhof in der heutigen Dominikanergasse, welcher zu jener Zeit u.a. als Sitz des Templerordens bereits eine bewegte Vorgeschichte aufwies. Dieser ersten Gründung war jedoch kein nachhaltiger Erfolg beschieden. Nach dem Tod des Gründers 1411 erlosch das Interesse des Domkapitels zur weiteren Förderung mit der Begründung eines angeblich ausschweifenden Lebenswandels der Studenten; tatsächlich dürften aber auch die damals gerade einmal wieder sehr klammen Finanzen eine Rolle gespielt haben. Als 1413 dann auch noch der Rektor, Johann Zantfurt, von seinem eigenen Kammerdiener ermordet wurde, war es um diese erste Universitätsgründung auch schon mehr oder weniger wieder geschehen. 1427 verliert sich die Spur des Lehrbetriebs. Das Bistum Würzburg ist zwischen 1419 - 1437 immer wieder aktiv eingebunden in die sogenannten Hussitenkriege, v.a. da man auch die eigene Stellung zeitweise in konkreter Gefahr sah. Ein erster Vorgeschmack auf die blutigen Auseinandersetzungen, welche im Kontext der Reformation noch folgen sollten. Mit Tilman Riemenschneider tritt ab 1483 ein Künstler in Erscheinung, dessen Werk so außergewöhnlich wie sein Leben schillernd ist. Er sollte nicht der Letzte sein, sondern steht gewissermassen am Beginn einer neuen Zeit, die Würzburg schließlich im 18. Jahrhundert zur Kunstmetropole Europas machen wird. Kurz zusammengefasst sollte man über Riemenschneider wissen, dass er als junger Künstler zunächst die Witwe eines Goldschmiedemeisters heiratet (insgesamt war er viermal verheiratet) und so in den Besitz des Hauses in der Franziskanergasse (hinter dem Sternplatz) kommt, in dem er fortan und sehr erfolgreich seine Werkstatt führte. Ab 1504 ist er ein angesehenes Mitglied des Stadtrates und ab 1520 sogar erfolgreicher Bürgermeister der Stadt, in dem es ihm gelingt die Steuerfreiheit des Adels und der Geistlichkeit zu beschränken. 1525 spielt er eine aktive Rolle, als sich die Stadt mit den aufständischen Bauern unter Götz v. Berlichingen, Florian Geyer und anderen verbündet. Der Aufstand endet mit der Vernichtung des Bauernheeres nahe der Stadt durch den sogenannten Schwäbischen Bund, wobei ca. 8.000 Menschen innerhalb von zwei Stunden den Tod gefunden haben sollen. Riemenschneider kommt für mehrere Monate in Kerkerhaft und wurde wohl auch gefoltert. Nach seiner Freilassung lebt er zurückgezogen. Eines seiner letzten Werke ist die Altargruppe für das Zisterzienserinnenkloster in Maidbronn. Er stirbt am 07. Juli 1531. Eine Kopie der von seinem Sohn und Nachfolger Georg gefertigten Grabplatte ist an der Nordseite des Domes angebracht. Mehr oder weniger alle Besucher der Stadt begegnen seinem Werk darüber hinaus, wenn sie z.B. Adam und Eva über dem Seitenportal der Marienkapelle bewundern. Innerhalb der langen Spanne von fast 50 Jahren schenkt Riemenschneider der Stadt eine Vielzahl an figürlichen Werken hauptsächlich aus Holz. Er ist nördlich der Alpen der erste Künstler, dem es gelingt die idealisierende Darstellung des Mittelalters zu überwinden. Seine Figuren drücken Emotionen aus, haben ein Alter und Falten im Gesicht, zeigen Schmerz, Angst oder auch Freude und sind dabei doch noch eingebunden in die Haltungen, Perspektiven und Gesten des Mittelalters. Im April 1518 kommt es dazu, dass Martin Luther - der Mann der Stunde jener Zeit - auf der Durchreise in Würzburg Station macht. Er diskutiert mit Fürstbischof Lorenz von Bibra über Reformen. Zu dem oben schon angesprochenem deutschen Bauernkrieg von 1525 ist zu sagen, dass Würzburg sich mitten darin befand in seinem Höhepunkt und seiner blutigen Entscheidung zugunsten des sogenannten Schwäbischen Bundes der Fürsten mehr oder weniger vor den Toren der Stadt. Während der Kämpfe zwischen März und Juni wird unter anderem die Festung Marienberg mehrfach berannt und belagert, flieht der Fürstbischof aus der Stadt, beschießt die Festungsbesatzung die Alte Mainbrücke und so einiges mehr. Als die bündischen Truppen bereits den Vorort Heidingsfeld besetzt haben, gibt die Stadt schließlich auf und unterwirft sich. Nahe der Stelle, an der 400 Bauern beim Kampf um die Vorburg am späteren "Neutor" ihr Leben verloren, steht heute ein modernes Mahnmal (Bild links), das an die Ereignisse von damals erinnert. Diese Würzburger Periode wurde sehr detailreich von dem vormaligen Stadtschreiber (zw. 1504 - 1524) Martin Crontal  festgehalten, welcher mehrmals auch als Unterhändler während des Konflikts tätig gewesen ist. Obwohl selbst eigentlich gegen den Aufstand - beispielsweise rettete er Kirchen- und Kunstschätze - wurde er zusammen mit den übrigen Ratsmitgliedern in Haft genommen. Die Forderungen der Bauern in den sogenannten "Zwölf Artikeln von Memmingen" lassen sich aus heutiger Sicht als eine frühe oder sogar erste Formulierung der Menschenrechte ansehen. Diese Versammlung der verschiedenen, "Haufen" genannten Bauerngruppen wird ihrer Natur nach häufig auch als erste verfassungsgebende Versammlung in Deutschland bezeichnet. Gefordert wurde Grundlegendes wie etwa die Aufhebung der Leibeigenschaft, feste und gleiche Strafregelung, klar geregelte und faire Besteuerung, freie Waldnutzung sowie Jagd und Fischerei etc. ..., man möchte meinen, nichts wirklich Ungehöriges. - Durch die Möglichkeiten des jungen Buchdrucks verbreiteten sich die 'Zwölf Artikel' mit für damalige Verhältnisse rasender Geschwindigkeit. Der Renaissance-Maler Matthias Grünewald (ca. 1475 - 1528) stammt aus Würzburg. Seine Werke jedoch sind nicht in unserer Stadt entstanden, sondern in Mainz, Aschaffenburg, Halle a. d. Saale, Frankfurt a. Main und anderen Orten. Vermutungen gehen dahin, dass er der Schule Albrecht Dürers in Nürnberg angehört haben könnte. Jedenfalls lassen sein Stil und seine Entwicklung erkennen, dass er darüber hinaus wohl auch die Werke von Lucas Cranach d. Älteren, Hans Holbein, Albrecht Altdorfer sowie die damals zeitgenössische italienische und niederländische Malerei gekannt hat. Würzburg hält das Andenken von Matthias Grünewald in Ehren, in dem er u.a. neben Tilman Riemenschneider und Walther von der Vogelweide in einer Figur des Frankonia-Brunnen abgebildet ist. Dem Chronisten Lorenz Fries (ca. 1491 - 1550) hat die Stadt viel zu verdanken. Neben seinen Hauptwerken, "Chronik der Würzburger Fürstbischöfe" und "Die Geschichte des Bauern-Krieges in Ostfranken" sammelte und ordnete er Dokumente, erzählte Stadtgeschichten und engagierte sich unermüdlich wider das Vergessen. Seine Schriften verfasste Lorenz Fries in deutscher Sprache. Er war das, was man einen frühen Historiker mit wissenschaftlichem Anspruch nennen könnte. Möglich wurde seine Arbeit durch seine Funktion als Kanzleivorsteher und Berater gleich mehrerer aufeinanderfolgender Fürstbischöfe zwischen ca. 1520 - 1550. Auch trat er für Würzburg als Diplomat bei Kaiser Karl V. und auf Reichstagen in Erscheinung. In der Mitte des 16. Jahrhunderts ist Fürstbischof Melchior Zobel nicht etwa deshalb in die Stadtgeschichte eingegangen, weil er sich für seine Kritik am sogenannten "Augsburger Interim" (Verordnung über eine Zwischenzeit zur Regelung von Religionsbelangen mit dem letztlichen Ziel der Wiedervereinigung der Kirchen) doch glatt eine persönliche, mündliche Rüge von Karl V. eingehandelt hat, sondern aufgrund einer, seine komplette Amtszeit begleitende Fehde mit dem Ritter Wilhelm von Grumbach, welcher in der deutschen Geschichte daneben auch noch Bekanntheit durch den sogenannten "Grumbachschen Händel" erlangte. Das Geschehen in aller Kürze: Zobels Vorgänger im Amt, Konrad III. von Bibra, hatte kurz vor seinem Tod eigenmächtig, also ohne Zustimmung des Domkapitels, seinem Vasall Grumbach ein grosses Geldgeschenk gemacht und wohl auch Landzusagen und anderes. Zobel forderte alles zurück, Grumbach versuchte dies in mehreren Auseinandersetzungen zu verhindern, konnte sich schließlich aber nicht durchsetzen. Nach zwei gescheiterten Versuchen erwischte Grumbach den Bischof und seine Begleiter schließlich durch einen Hinterhalt am Fuß des Festungsberges, als dieser hoch zu Ross auf dem Weg in die Burg war. Zobel erreichte zwar schwer verletzt den Festungshof, verstarb jedoch dort. Grumbach entkam. Seine Spießgesellen hatten allerdings nach zunächst ebenfalls erfolgreicher Flucht weniger Glück. Der Übeltäter selbst war gegen Ende seiner Karriere dann kaum mehr als ein Raubritter; es nahm 9 Jahre später in Gotha mit ihm ein grausiges Ende durch Herzherausreissen und Vierteilen bei lebendigem Leibe. Einer der schillerndsten Fürstbischöfe ist Julius Echter von Mespelbrunn, welcher von 1573 bis 1617 regierte. Noch heute begegnet man ihm überall in Stadt und Umland, gut erkennbar an seinem Wappen mit Rennfähnlein, fränkischem Rechen und den jeweils 3 diagonalen Ringen. Sein Wirken markiert eine eigene Epoche intensiven Handelns sowohl bei der Bautätigkeit, Sozialem, Bildung, Verwaltung als auch im Rahmen der Gegenreformation und Dingen wie das Verbrennen sogenannter Hexen. Ein klein wenig der Reihe nach. - Der hochbegabte junge Mann aus dem beschaulichen, irgendwie im Wald versteckten Schlösschen Mespelbrunn macht, nachdem er 1569 Domkapitular in Würzburg geworden war, schneller Karriere als die Kirche mithalten kann. Bei seiner Wahl zum Fürstbischof 1573 ist er noch nicht zum Priester geweiht und kann dies erst bis 1575 nachholen. Die Renaissance ist inzwischen auch in der Architektur nördlich der Alpen voll angekommen und sehr gut erkennbar in den Bauten der Zeit. Im Rahmen der von Echter gestifteten oder initiierten Bauten ist oft von einer sogenannten "Echtergotik" die Rede, da bewusst solcherlei alte Elemente eingeflochten sein sollen. Keine Ahnung, wer sich solche Dinge ausdenkt, aber ich zumindest kann und will das so nicht erkennen. Es gibt einfach zu allen Zeiten und Stilen immer bestimmte regionale und baumeisterliche Handschriften. 1579 gründet Echter mit dem "Juliusspital" das damals größte Krankenhaus Europas. Als Gründungsmotiv kann man durchaus vermuten, dass die Armen mit ja doch immer Krankheits- und Pflegeproblemen in der Familie nicht zum Protestantismus überlaufen sollten. Der gewählte Bauplatz im Norden direkt bei der damaligen Stadtmauer und oberhalb der Pleich ist der unglaublichen Größe des Projekts geschuldet. Echter hatte keine Skrupel, dafür den für alle Zeit gepachteten jüdischen Friedhof einebnen zu lassen; sowieso ließ er die Angehörigen dieses Volkes per Erlass aus der Stadt weisen. Der erste Komplex aus der Zeit um 1585 umfasste bereits 4 Flügel um einen sehr geräumigen Innenhof herum, der den Patienten zur Erholung diente, sowie ein grosses Tor jeweils im Norden und Süden. Seine heutige Gestalt erhielt das Spital nach einem Brand zunächst durch die Würzburger Hofbauarchitekten Antonio Petrini und Joseph Greising zwischen 1700 - 1714 und schliesslich im Rahmen einer weiteren Umbauphase 1785 - 1793. Die Stiftung - ebenso wie das Bürgerspital - bewirtschaftet umfangreiche Besitzungen mit u.a. ca. 177 ha Weinbergen (zweitgrößtes Weingut in Deutschland, dessen Produkte z.B. die aktuelle Königin von Großbritannien sehr schätzt). Schwerpunkt der Arbeit liegt nach wie auf dem Krankenhaus im historischen Komplex mit 365 Betten sowie einem Seniorenstift. 1582 erfolgt die Neugründung der Universität ebenfalls im Zuge von Maßnahmen der Gegenreformation (Nicht-Katholiken wurden erst ab 1734 zugelassen). Der - ebenso wie das Juliusspital - nach Plänen des Mainzer Architekten Georg Robin erbaute Universitätskomplex gehört zu den bedeutendsten erhaltenen und reinen Universitätsbauten Europas. Die eingebundene "Neubaukirche" zählt zu den wichtigsten Renaissancebauten nördlich der Alpen und dient noch heute als Aula der Universität sowie aufgrund ihrer sehr besonderen Akustik (Saalkirche) für ausgesuchte Konzerte. Der aufragende Glockenturm (auch Fassaden am Komplex) ist eine Schöpfung von Petrini und der höchste in Würzburg. Noch heute trägt die Universität ein "Julius-" im Namen und ist eine sogenannte Volluniversität mit allen klassischen Fakultäten und Fächern im Angebot. Sie hat bisher 14 Nobelpreisträger hervorgebracht sowie eine weitere Reihe herausragender Forscherpersönlichkeiten, welche hier studierten oder lehrten. Jeder 4. Bürger der Stadt ist Angehöriger der Universität; ein typischer Wert für sogenannte alte Universitätsstädte. Im weiteren bleibt von jener Zeit vor allem im Gedächtnis, dass vielen Protestanten unter Julius Echter letztlich nur die Auswanderung blieb. Auch hat sich Echter in der Geschichte einen Namen gemacht als einer der grössten Hexenbrenner überhaupt. Wer unliebsam auffiel, wen man loswerden wollte oder einfach nicht in das Normgerüst der Gesellschafft passte, der/die geriet in diesen Jahrzehnten nur allzu leicht in Verdacht mit teuflischen Kräften im Bunde zu stehen. Öffentliche Schauprozesse und Hinrichtungen waren der Ausdruck im Kern hilfloser Gegenreformation und gesellschaftlich kleinkarierter Machttrunkenheit. Es traf absolut jeden; Frauen, Männer, Kinder, Bauern, Bürger ebenso wie Adelige, Gelehrte und sogar Priester etc. In der Stadt Würzburg brannten insgesamt ca. 200 Menschen am unteren Markt und in der Sanderau, im gesamten Hochstift / Bistum weitere 900. Als letzte Würzburger Hexe wurde die Ordensfrau Maria Renata Singer aus dem Kloster Unterzell 1749 hingerichtet. Eigentlich ein ungeheuerlicher Vorgang im ja schon fortgeschrittenen Zeitalter der Aufklärung. 30 Jahre Krieg 200 Jahre zuvor löste der Fenstersturz zu Prag die Hussitenkriege aus. Auf recht makabere Weise passt dazu, dass am 23. Mai 1618 Vertreter protestantischer Stände die königlichen Stadthalter kurzerhand aus einem Fenster der Prager Burg warfen  (alle 3 überlebten), möglicherweise sogar das historische Vorbild vor Augen. Dieser Funke ließ ein längst geschürtes Feuer ausbrechen, dessen Nährboden vor allem in den Aktivitäten der Gegenreformation und Re-Katholisierung zu finden ist. Dynastische Interessenskonflikte der Mächtigen Europas taten ein übriges. Dieser 30jährige Krieg bestand letztlich aus verschiedenen Verlaufsphasen und einer Kette von Einzelkriegen, welche kausal miteinander verbunden waren. Er gehört nach den großen Kriegen des 20. Jahrhunderts zu den blutigsten Ereignissen der Menschheitsgeschichte. Schätzungen gehen dahin, dass allein in Deutschland ca. 6 Millionen Menschen das Leben verloren, also bis zu 40 Prozent der damaligen Bevölkerung. In Würzburg machte der Krieg auf seinem Höhepunkt ab 1631 für drei besonders harte Jahre Station. - Im Oktober können die heranrückenden Schweden ohne Widerstand der Stadt mit weitreichenden Kanonen in Stellung gehen und die Festung beschiessen. Nachdem das protestantische Schweinfurt schon zu den Schweden übergelaufen war, versuchte die Stadt noch einen Aufschub und Bedingungen zu erreichen. Als die Schweden aber bereits mit ihren 26.000 Mann über die Vororte Haug und Pleich eindrangen, sah man in der Kapitulation die einzige Chance der Zerstörung und Plünderung zu entgehen. Der gerade erst gewählte Fürstbischof Franz von Hatzfeld war bereits zwei Tage zuvor geflohen (diese Flucht führte ihn bis nach Köln), die Festungsbesatzung jedoch noch zum Widerstand entschlossen. Die Festung Marienberg galt zu jener Zeit dem Volksmund nach als uneinnehmbar. Tatsache war aber auch, dass es eine möglicherweise langanhaltende Belagerung bis dahin noch nicht gegeben hatte. Die Schweden beschossen den Marienberg von der gegenüberliegenden Nikolaushöhe aus, u.a. in etwa von dort, wo später das Käppele entstehen sollte. Nach mehreren Tagen Dauerbeschuss stürmten Sie dann unerwartet und überfallartig von der Nordseite aus, wobei sie die Vorburg nahmen und mit dem Zeughaus gleichzeitig auch das meiste Kriegsgerät erbeuteten. Der Rest war nur noch Formsache und wurde zudem ein Blutbad (700 Tote) an Besatzung und in die Burg Geflüchteten. Die Festung Marienberg war bereits nach 4 Tagen gefallen. Die Schweden - welche sich ein neues Herzogtum Franken aus den Hochstiften von Würzburg und Bamberg zusammen schusterten - blieben bis 1634 (Zurückeroberung bzw. Vertreibung durch kaiserliche Truppen). Es gibt viele Geschichten über diese Zeit, welche in der Hauptsache von Plünderung, Mord, Vergewaltigung und Gräueltat handeln. Wiederholte Kontributionszahlungen setzten der Stadt zudem schwer zu. Die kaiserlichen Truppen übrigens waren im Anschluss kaum besser, dieser Krieg ließ alles verrohen. Zum Ende 1647/48 hin war auch die Bevölkerung von Würzburg völlig verarmt und halbiert worden. Der westfälische Friede  brachte schließlich nach langen Verhandlungsjahren eine bis zur französischen Revolution anhaltende, dauerhafte Neuordnung Mitteleuropas. Aufschwung und Aufstieg zur Kulturmetropole Europas - die Ära Schönborn Noch vor Ende des Krieges wurde ein gewisser Johann Philipp von Schönborn ab 1642 Bischof in Würzburg und legte die Grundsteine der bis heute größten Blütezeit der Stadt im späten 17. und 18. Jahrhundert. In der Tat ist es überhaupt so, dass er - obwohl zunächst als Person von der Herkunft eher unbedeutend - durch sein außerordentliches diplomatisches Geschick, durch seinen Pragmatismus, durch seine Toleranz und Kompromissbereitschaft eine entscheidende Rolle im Ringen um den späteren westfälischen Frieden spielte. Dies blieb nicht unbeachtet und machte Schönborn zu einem politischen Schwergewicht. Er beendete die Gegenreformation und vor allem die Hexenprozesse; er suchte den Ausgleich mit dem Protestantismus und sogar den direkten Dialog, was für seine Zeit regelrecht ungewöhnlich war. Zudem nahm er auch nach dem 30jährigen Krieg immer wieder Einfluss auf das Kräfteverhältnis im kontinentalen Europa, insbesondere zwischen dem Kaiserreich der Habsburger und dem burbonischen Frankreich Ludwigs XIV. Schon zum Kriegsende hin übernahm er zusätzlich das Erzbistum Mainz und schließlich auch den Bischofshut in Worms. - Johann Philipp von Schönborn schuf so bis zu seinem Tod 1673 ideale und v.a. dynastische Voraussetzungen für seine Nachfolger. Er trug Beinamen wie "Vater des Vaterlandes" und "Friedensfürst"; sogar als ein "Großer" wurde er bezeichnet. Das kann man getrost eine Karriere nennen. In Würzburg werden Stadt und der Marienberg neu befestigt. Ab 1659 beginnt mit der Tätigkeit des Hofbaumeisters Antonio Petrini die Zeit des Wirkens und Schaffens einer kleinen Reihe der ganz großen Baumeister, welche unserer Stadt die eine Hälfte des Gesichtes modelliert haben, das wir noch heute sehen. In der Verbindung des italienischen Barocks - Petrini stammte aus der Nähe von Trient - mit der deutschen Renaissance entstand ein ganz eigener Stil, den die Kunstgeschichte den "fränkischen Barock" nennt, sehr gut abzulesen z.B. an der Fassade des Stift Haug (Bahnhofstraße). In Würzburg gehen außerdem große gestalterische Anteile an der Neubaukirche und dem Juliusspital auf ihn zurück sowie das Neutor, das Burkarder Tor, die Kommende des Deutschorden (oberhalb der Deutschauskirche), das verlorene Rennweger Schlösschen, der Rosenbachhof, Domherrenhöfe, etliche Profanbauten und besonders viele Bauten im fränkischen Umland. Ab 1701 führte Joseph Greising das Werk Petrinis als Hofbaumeister fort. Ursprünglich als Zimmermann nach Würzburg gekommen, machte er sich durch Talent und kreativer Phantasie (z.B. ermöglichte eine seiner Ideen Neumann später die Realisierung des Gewölbes im Mittelbau der Residenz) rasch einen Namen. Es heisst, er sei der erste kommerzielle Bauunternehmer gewesen, welcher zudem das 'schlüsselfertige Bauen' erfunden habe. Auf Ihn gehen in Würzburg unter anderem die Fassadengestaltung des Neumünsters, die Peterskirche, der Rückermainhof und dann natürlich die grossartigen Greisinghäuser in der Neubaustrasse zurück. Ja, und schließlich also das Naturereignis Balthasar Neumann! Muss man diesen Namen erklären? Wahrscheinlich nicht, ich tue es trotzdem in aller Kürze, denn sein Erscheinen gehört zweifellos zu den hellsten Sternen der Geschichte unserer Stadt. Als Glockengießer-Geselle auf Wanderschaft blieb der junge, ursprünglich aus Eger stammende Balthasar Neumann ab 1711 in Würzburg hängen, wo er zunächst in einer Gießhütte arbeitete und ab 1714 bereits für das Hochstift Würzburg. Der Ingenieurshauptmann und Architekt Andreas Müller hatte ihn dorthin geholt, nachdem er das Talent Neumanns erkannt hatte. So kam es, dass dessen komplette Karriere bis zum Schluss auch von einer formal-militärischen Laufbahn begleitet wurde. Der sehr, sehr massive Festungsausbau von Stadt und Marienberg (die wenigen, noch erhaltenen Bastionen lassen das Gewaltige der Gesamtanlage noch erahnen) ist z.B. ebenfalls zu einem großen Anteil das Werk Neumanns. Darüber hinaus gehören weitere städtebauliche Aktivitäten nicht nur in Würzburg (hier ist z.B. die Kanalisation eines seiner kleinen Wunder; dazu später in anderem Zusammenhang noch ein Wort) in den Bereich seiner Tätigkeit. Joseph Greising war ebenfalls angetan von Neumanns Talenten bei vielen ingenieurtechnischen Problemstellungen und im Kontext auch architektonischer Lösungen. 1719 entwirft und baut Neumann für sich ein erstes Wohnhaus in der Burkarderstraße, das ungeplant sehr viel Beachtung findet und auch stilbildend werden sollte. Noch im selben Jahr folgt er Greising weitestgehend in dessem Amt als Hofarchitekt nach, als dieser stirbt. Ungefähr zu dieser Zeit plant der (etwas selbstherrlich regierende) Fürstbischof Johann Philipp Franz von Schönborn ein Schloss in der Stadt zu errichten, da er die Festung als fürstbischöflichen Sitz nicht mehr für angemessen erachtet. Auf Anraten seines Onkels Lothar Franz von Schönborn - Erzbischof zu Mainz - ernennt er 1720 tatsächlich den zwar hochbegabten, aber unerfahrenen Balthasar Neumann zum Baumeister der neuen Residenz zu Würzburg, welche der Vorgabe nach alles bisher dagewesene weit überstrahlen (also auch Schloss Versailles) sollte und so etwas wie das Hauptvermächtnis der Schönborns zu werden hatte. Eine Entscheidung, welche den Schönborns neben dem Wirken des Dynastiegründers einen Platz in der Geschichte geben wird. Der selbstbewusste Neumann stellt sich der Herausforderung und ist bereit groß zu denken. Sehr groß! Für die Aufgabe besucht er während einzelner Phasen verschiedenste Orte für Anregungen und zu Studienzwecken. Neben der Lösung unzähliger Detailaspekte gilt sein Augenmerk vor allem dem Repräsentationscharakter der Anlage in einer nie gekannten Art und Weise. - Staatsgäste würden über die gewaltige Freifläche und den mächtig umbauten Ehrenhof mit der Kutsche direkt in das Schloss ein- und vorfahren und dort empfangen von den Stufen einer geradezu gewaltigen, repräsentativen Freitreppe herab, wie es dies innerhalb eines Gebäudes noch nie gegeben hat. Breit, leicht, erhaben und dennoch so hoch wie mächtig, überspannt von einem flachen Gewölbe solchen Ausmaßes, wie ein natürliches Himmelszelt es nicht besser anzubieten hätte. In Mannheim fand Neumann die Idee dazu, wie die Treppen in Anordnung und Perspektive entstehen sollten und brachte diese Idee in Paris schließlich zur Reife. Dort entwickelte er auch im Dialog mit den Architekten des königlichen Hofes seine ganzheitlichen Raumideen für das zu entstehende Schloss. Mit dem Wiener Hofarchitekten Lucas von Hildebrandt wurde Neumann neben weiteren einer der profiliertesten Architekten jener Zeit 'als Aufsicht' zur Seite gestellt. Gleichwohl sie sich in vielen Detailfragen und Lösungen gegenseitig befruchteten, bezweifelte Hildebrandt Neumanns Ideen für den Mittelbau mit dem Treppenhaus und vor allem dem Gewölbe, das seiner Meinung nach unmöglich zu verwirklichen sei. Neumann setzte sich durch und realisierte es aus Tuffstein und den Druck ablenkenden Eisengewebes. Es ist bis auf den heutigen Tag das größte freitragende Gewölbe der Welt. - Im zweiten Weltkrieg blieb beim Bombardement am 16. März sogar ein Blindgänger darauf liegen (Dach und Dachstuhl waren zerstört), den es überstand. - Neumann schuf ein Schloss, das die Entwicklung des Barock und in gewisser Weise der Architektur als solcher bis dahin abschloss. Seither sind weltweit keine echten Weiterentwicklungen bekannt, sondern im Grunde nur Retro- Bauten und Stile entwickelt worden, wenn man gewillt ist, das moderne Architektur-Design sowie auch das Bauhaus einmal aussen vor zu lassen. Neben dem weltberühmten Treppenhaus finden sich weitere herausragende Räumlichkeiten. So ist die Hofkirche - ein durchaus großzügiger, üppig mit barockem Kunstmarmor ausgestatteter Kirchenraum - vollständig in den Südflügel integriert und von außen als solche nicht erkennbar. Gartensaal, Weißer Saal, Toskanasaal (Südflügel/Hörsaal der Universität) und Kaisersaal sind repräsentative Räume, auf die jedes Schloss einzeln schon neidisch wäre. Dazu nach Norden und Süden lange Zimmerfluchten mit speziellen, individuellen Ausstattungen, wie etwa das berühmte Spiegelkabinett. Die 'unsichtbaren' Dienstbotengänge sind ebenfalls eine Schau und ermöglichten es, sich tatsächlich ungesehen durch das Schloss zu bewegen. Der barocke Hofgarten mit seinen verschiedenen Abschnitten und Ebenen, welche durch die Einbettung in die Festungsbastionen der Stadt zustande kommen (auch eine Idee Neumanns), ist ebenfalls ein Kunstwerk des Gartenbaus und darf bei keinem Besuch der Stadt fehlen. Napoleon, der sich dreimal in Würzburg und hier in der Residenz aufhielt, bezeichnete das Schloss etwas spöttisch angeblich als das "schönste Pfarrhaus der Welt". Wo der Mann Recht hat, hat er Recht. Balthasar Neumann war auch ein kommerzieller Unternehmer ebenso wie Joseph Greising. Er betrieb erfolgreich eine Glashütte im Steigerwald (existiert noch heute) und eine Spiegelschleiferei in Würzburg. Seinen Wohnsitz verlegte er schon 1724 zentral in der Stadt in den sogenannten 'Hof Ober-Frankfurt' direkt gegenüber des Riemenschneider-Hauses. Dort richtete er auch sein Architekturbüro ein und erbaute auf dem Dach die berühmte 'Neumannkanzel' (überstand den Bombenangriff 1945 und ist noch heute weithin sichtbar), von der aus er seine über die Stadt verteilte Baustellen beobachten konnte. Balthasar Neumann war ein Mann mit unglaublich vielen Talenten. Er war nicht nur der genialste Baumeister seiner Zeit auf einem bestimmten Gebiet, sondern betätigte sich geradezu universell. In Ansätzen vielleicht vergleichbar mit Persönlichkeiten wie Leonardo da Vinci und Michelangelo zwei Jahrhunderte oder Galilei ein Jahrhundert zuvor. Er widmete sich nicht nur Schloss- und Sakralbauten, sondern auch dem Städtebau als Gesamtkonzept und natürlich dem Festungsbau. Er ersann besondere Lösungen im Wasserbau, beschäftigte sich sehr erfolgreich mit ingenieurtechnischen Problemen. Sein schon in jungen Jahren entwickelter Proportionalzirkel löste zum Beispiel spezifische Probleme speziell des Säulen- und Fassadenbaus. Im Rahmen des Profanbaus geht das klassische Wohn- und Geschäftshaus (Carré mit Tor zum Innenhof und je zwei Geschäften an jeder Seite, zwei Wohn- und ein Dienstbotengoss im Pultdach darüber), das in ganz Europa Eingang ins Stadtbild fand, auf ihn zu zurück. In Würzburg gab es zwei von diesen Anlagen. Eine sieht man heute an der Südostseite des Unteren Marktes, die zweite wurde im Krieg zerstört. Sein Werk ist in Würzburg allgegenwärtig, sei es das Käppele oder der Anbau der Schönbornkapelle am Würzburger Dom. Auch anderenorts hat er Herausragendes geschaffen, z.B. die Rundkirche mit der Kuppel in Holzkirchen und natürlich die Klosterkirche in Neresheim. Die letzte Serie des 50 DM Scheines (viele hielten es für einen Würzburg Geldschein) war ab 1991 ihm gewidmet. Die Fürstbischöfe dieser Periode standen für relative Kontinuität. Es war die Zeit des absolutistischen Europas und durchaus eine Zeit der Entwicklungsblüte. Die Würzburger Bischöfe standen dabei gewissermassen jeweils in der immerhin zweiten Reihe und übten sich entweder in der Bewahrung oder der Repräsentation. Bekanntere Namen sind hierbei neben den Schönborns (3 Bischöfe) noch 'von Hutten', 'von Seinsheim' und 'von Greiffenclau' (2 Bischöfe). Zur Mitte des 18. Jahrhunderts - als sich der Residenzbau seiner Vollendung näherte - wurde Würzburg für eine Generation zum Magneten der herausragendsten Künstler in Europa, beinahe so wie es Florenz zur Zeit der italienischen Renaissance gewesen war. Johannes Zick stattete den Gartensaal der Residenz mit Fresken aus. Antonio Bossi definierte im Weißen Saal und im Kaisersaal das Ausstuckieren unter anderem durch seine Figuren völlig neu und begründete das Würzburger Rokoko zusammen mit Johann von der AuweraJohann Georg Oegg ist der Schöpfer der schmiedeeisernen Tore rund um die Residenz, darunter die berühmte Arbeit des Rennweger Tores. Der vielleicht bedeutendste Maler seiner Zeit, Giovanni Battista Tiepolo schuf des Deckenfresko mit den 4 Erdteilen im Treppenhaus der Residenz sowie die "Kaiserhochzeit" (erinnern wir uns für einen Moment an Barbarossa und Beatrix von Burgund) und die Belehnung mit der "Güldenen Freiheit" im Kaisersaal. - Dies sind nur einige im Kontext eines wahren Heeres an Kunstschaffenden, das mehr oder wenig zur gleichen Zeit in Würzburg tätig war. Die lang anhaltende Phase relativer Stabilität in Mitteleuropa neigte sich mit dem Siebenjährigen Krieg, von dem Würzburg durch ein Bündnis mit Österreich allerdings nur am Rande betroffen wurde, seinem Ende entgegen. Die französische Revolution von 1789 setzte den alten Ordnungen und Gleichgewichten schliesslich ein abruptes und jähes Ende. Bereits 1796 besetzten französische Truppen das Bistum und die Stadt. Mit Karl Georg von Fechenbach ging die Zeit der regierenden Fürstbischöfe zu Ende, denn im Friedensschluss von Lunéville wurden geistliche Fürstentümer komplett aufgelöst. Würzburg ging an Bayern, das es auch sogleich mit Truppen besetzte. Fechenbach verteidigte allerdings seine geistlichen Befugnisse als Bischof bis zu seinem Tod 1808. Abgesehen von einer kurzen Tauschperiode zwischen 1806 - 1818 (nach dem Wiener Kongress) ist Würzburg und das Gebiet des 'ehemaligen Herzogtums Franken' bis heute bayerisch geblieben. Mit der Säkularisation von 1802 büßte das Bistum auch seine weltlichen Besitztümer ein, die zunächst an die bayerischen Kurfürsten gingen, dann für die sogenannte Toskanazeit an das neu gebildete Großherzogtum innerhalb des Rheinbundes und schließlich wieder an die Bayern. Ein Gewinner dieser Zeiten der Neuordnungen war schlussendlich die ursprünglich ebenfalls zum Hochstift gehörende Universität Würzburg, welche in der Rechtsnachfolge der weltlichen Bistumsgüter zahlreiche Liegenschaften und Landbesitz erhielt. Bleibt noch festzuhalten, dass die französischen Rückzugsgefechte 1813/14 mal wieder auch das eben sehr stark befestigte Würzburg trafen, welches die Franzosen deshalb unbedingt zu halten versuchten. Das 19. Jahrhundert 1804 erhält Würzburg erstmalig ein Theater; ganz schön spät für eine Stadt mit solcher Kulturgeschichte möchte man meinen. Das fand wohl auch Julius Graf von Soden und ließ das ehemalige Annastift in der Theaterstrasse nahe dem heutigen Standort des Mainfrankentheaters umbauen. 1833/34 war hier der noch sehr junge Richard Wagner als Chorleiter tätig. Von 1814 bis zu seiner Thronbesteigung 1825 lebte der spätere König Ludwig I. mit seiner Familie in der Residenz. Hier wurde 1821 auch der spätere Prinzregent Luitpold geboren, den eine lebenslange gegenseitige Liebe mit der Stadt Würzburg verband. Ab 1811 entwickelt sich bei Zell nahe Würzburg mit König & Bauer der heute älteste Druckmaschinenhersteller der Welt als Industrieunternehmen, das ab 1840 die erste schnelle Rotationspresse baut, aber an der aufkommenden Industrialisierung sowie der sich dadurch rasch entwickelnden urbanen Stadtentwicklung jener Zeit kann Würzburg aufgrund seiner Festungseigenschaft dennoch nicht wirklich teilnehmen. Diese Festungseigenschaft unterband die Bebauung des Glacis über 500 Meter und teilweise darüber hinaus sowie auch infrastrukturelle Maßnahmen abseits der festgeschriebenen Wege. Dies empfindet die Stadt gerade in diesen Zeiten rasanter Entwicklung und technologischen Aufbruchs zunehmend als Belastung. Mehrere Versuche zur Aufhebung der Festungseigenschaft bleiben jedoch zunächst erfolglos, da Würzburg die Nordgrenze des jungen bayerischen Königreiches absichern soll. Die erste deutsche Bischofskonferenz findet 1848 über 4 Wochen im Priesterseminar der Alten Universität und dem Franziskanerkloster in Würzburg statt. Es ging um nichts weniger als die Neuordnung des Verhältnisses zwischen Kirche und Staat (damals Staaten) nach der Säkularisation. Auch war die Veranstaltung eine Reaktion auf das erste deutsche Parlament in der Frankfurter Paulskirche. Noch in unseren Tagen trifft sich die Bischofskonferenz regelmäßig in Würzburg hinter den Mauern des idyllisch am Main gelegenen Klosters "Himmelspforten", in dem übrigens auch der Staat Kolumbien mit der sogenannten Befreiungsorganisation ELN in 1998 ein Friedensabkommen schloss. 1854 erfolgt der Anschluss Würzburgs an die Eisenbahn auf der Linie zwischen Bamberg und Aschaffenburg, der sogenannten "Ludwig-Westbahn". Das repräsentative, im Stil der Neo-Renaissance erbaute Bahnhofsgebäude von Gottfried von Neureuther entstand als Kopfbahnhof genau am Standort des heutigen Theaters. - Seiner Bestimmung als Bahnhof diente der "Ludwigsbahnhof" allerdings nur für ca. 10 Jahre, denn mit der Eröffnung weiterer Strecken und dem Platzmangel innerhalb der Festung Würzburg erwies sich dieses frühe Bahnprojekt rasch als Fehlplanung. Bereits 1864 geht vor den Toren der Stadt ein weiterer, neu erbauter Bahnhof am heutigen Standort in Betrieb, welcher - sehr viel großzügiger entworfen - ebenfalls ein funktional-repräsentatives Gebäude der infrastrukturellen Entwicklung des 19. Jahrhunderts durch Friedrich von Bürklein wurde. 1856 wird die rechtsmainische Festungseigenschaft für Würzburg durch den bayerischen König Maximilian II. aufgehoben. Endlich (!) ... mögen sich Stadt und Stadtrat gesagt haben. Ein bisschen leider möchte man im Nachgang dagegen aus heutiger Sicht sagen. Denn man machte sich umgehend daran, diese mächtige und irgendwo einzigartige sternförmige Anlage komplett zu schleifen, um sich aus der Enge der mittelalterlichen Stadt heraus entwickeln und wachsen zu können. Allein die wenigen Bastionen sind geblieben, welche in den Hofgarten der Residenz eingebunden sind. Und ein klein wenig auch die Anlage am 'Alten Kranen'. In der Folge breitet sich die Stadt also rasch aus, wächst in die heutigen Viertel Sanderau und Frauenland hinein, ab 1867 auch das Mainviertel linksmainisch zur Zellerau hin und den Leistengrund hinauf. Die alten Vorstädte werden mit dem Kerngebiet der Stadt verbunden. Positiv ist jedoch unbedingt zu sehen, dass man sich auch klare Gedanken zur Stadtplanung gemacht hat. Auf den freiwerdenden Bastionsflächen sollte ein Ringstraßensystem mit Prachtbauten nach dem Vorbild der Wiener Ringstraße entstehen, von denen freilich nur die 'Neue Universität' und das 'Landgerichtsgebäude' im Süden am Sanderring und einige Bauten im Norden am Röntgenring wirklich realisiert wurden, darunter die alte Augenklinik und jenes Gebäude, in dem Wilhelm Conrad Röntgen 1895 die X-Strahlen realisierte, wofür er den ersten Physik-Nobelpreis erhielt. Man kennt das allererste Röntgenbild von einer Hand, das dort entstanden ist. Auf den Flächen des Glacis vor den eigentlichen Bastionen entstand ab 1878/80 der "Ringpark" nach den Plänen Jöns Person Lindahls im Stile eines englischen Landschaftsgarten komplett um die ganze Altstadt herum mit vielen verwunschenen Ecken, weit geschwungenen Wegen und natürlich auch mit der 'Klein-Nizza' genannten Teich- und Blumenanlage unterhalb der Hofgarten-Bastion. Diese besondere Parkanlage - auf die die Stadt heute mit Recht stolz ist - wurde damals jedoch über die komplette Entstehungszeit von bald 20 Jahren anhaltend kontrovers diskutiert bis sogar bekämpft. Angeblich wegen der explodierenden Kosten, jedoch spricht vieles dafür, dass die wahren Gründe weiter reichen und, wie das so ist, durchaus auch mit jeweils eigenen Partikularinteressen zu tun hatten. Lindahl jedenfalls zwang dies zunächst zu einem Klinikaufenthalt und führte schließlich sogar zu seinem tragischen Freitod, nachdem eine seiner Anlagen zerstört worden war. Entlang des Ringparks führt die Glacisstrasse sternförmig um die Stadt herum. Park und Strasse erinnern aus der Luft gesehen noch ein wenig an die vormalige Festungsanlage. Immerhin. Nachdem das von Oegg geschaffene Ehrenhofgitter der Residenz bereits 1821 im Geburtsjahr des Prinzregenten Luitpold entfernt worden war, widmet die Stadt diesem den 1894 an jener Stelle errichteten "Frankonia-Brunnen" mit den Figuren der Vogelweides, Riemenschneiders und Grünewalds. Der so Geehrte revanchiert sich schon im darauffolgenden Jahr bei seiner Geburtsstadt mit dem "Kiliansbrunnen" auf dem Bahnhofsplatz. Das 20. Jahrhundert Wie überall - und obwohl die Schlachtfelder weit abseits im Westen zu finden sind, fordert der erste Weltkrieg von Stadt und Umland seine Opfer. Die politischen Ereignisse von bayerischer Räterepublik (hier spielt Bamberg eine Rolle), Hitler-Putsch und Weimar finden allerdings ganz überwiegend jenseits von Würzburg statt. Das erste Mozartfest findet 1921 im Kaisersaal der Residenz statt, zunächst noch unter dem Namen "Residenzfest". Im Folgejahr heißt es "Mozartwoche" und dann schon "Mozartfest". Abgesehen von einer Unterbrechung zwischen 1945 - 1950 findet es seitdem ununterbrochen im Juni statt und ist bis weit über die Grenzen der Region auch international bekannt. Die 'kleine Nachtmusik' eröffnet und beschließt das Musikfest traditionell im Hofgarten. Mit der sogenannten Machtergreifung 1933 schaffen die Nazis auch in Würzburg rasch neue Tatsachen. Die Stadt wird Hauptort von etwas, das man 'Gau Mainfranken' nennt, der Stadtrat wird gleichgeschaltet und der OB Hans Löffler  (übernahm das Amt nach dem Krieg ein zweites Mal) durch den lokalen Nazi-Chef Theo Memmel ersetzt, welcher bis 1945 im Rathaus bleibt. Die Verfolgung von Oppositionellen, rassistische Auswüchse und Boykottaktionen gegen jüdische Geschäftsleute lassen nicht lange auf sich warten. Würzburg erweist sich von Beginn an als recht braun. Auf der Festung Marienberg werden sogenannte "wilde KZs" eingerichtet, was den Charakter der Auswüchse während dieser ersten Phase der Nazizeit zuminedest erahnen lässt. Apropos, im Zuge des Arbeitsdienstes werden Teile der seit Aufhebung der Festungseigenschaft (1867) nicht mehr instand gehaltenen Anlage zwischen 1936 - 1939 restauriert. Wenigstens. An der Uniklinik wurden während der gesamten "1000 Jahre" (Erklärung, falls notwendig: von Hitler angestrebte Epoche für das Nazireich - tatsächlich waren es eher 4474 Tage) Zwangssterilisationen durchgeführt zur sogenannten ‘Verhütung erbkranken Nachwuchses’. Furchtbar und jämmerlich! Ab 1940 kamen dann sogenannte Euthanasiemorde an Patienten der damals noch "Heilanstalt" genannten Psychiatrien in Würzburg und Werneck hinzu. 1936 wurde die jüdische Kultusgemeinde offiziell aufgelöst und 1938 während der landesweiten Pogromnacht unter anderem die jüdische Synagoge in der Domerschulstrasse (heute katholisches Diözesanarchiv) dem Erdboden gleich gemacht. Ab 1940 werden jüdische Bürger in sogenannte "Judenhäuser" eingepfercht und ab 1942 schließlich deportiert. Nicht herausragend auffällig, aber es gibt sie auch in Würzburg: die andere Seite, das andere Gesicht der Deutschen. Menschen, die in Opposition zum Regime stehen. Der Würzburger Bischof Matthias Ehrenfried (1924 - 1948) macht aus seiner Abneigung gegen das Regime und seine Machthaber kein Geheimnis, was von 1933 an immer wieder zu Auseinandersetzungen führt. 1941 klagt er öffentlich den sogenannten "Klostersturm" an, nachdem die Abtei Münsterschwarzach geschlossen worden war und Geistliche sogar ins KZ Dachau kamen. - Damit bezog er deutlicher und lauter Position als es die meisten hohen Amtsträger der katholischen Kirche jener Tage taten. Auch die Geschichte der Hedwig Mathilde Müller ist stellvertretend eine Erinnerung wert. Frau Müller hatte ein kleines Geschäft für Reform- und Kräuterprodukte in der Münzgasse (heute Münzstrasse). Trotz des Verbots durch das Regime blieben jüdische Mitbürger in diesem Geschäft gern gesehene Kunden. 1939 trieben die anhaltenden Schikanen der Gestapo Frau Müller schliesslich in den Freitod. Das Grab am Main Und dann kam natürlich der Krieg. Lange Zeit sah es jedoch so aus, als käme Würzburg relativ ungeschoren durch diese schlimme Zeit. Die Kriegshandlungen selbst waren aufgrund der geografischen Lage der Stadt weit weg. Die Kenntnisse von den Ereignissen kamen mit der Propaganda, aus dem Radio, der Wochenschau im Kino und natürlich mit der Feldpost. Würzburg war als Ziel geostrategisch nicht von Interesse, besass keine nennenswerte Industrien und darüber hinaus auch keine militärischen Stützpunkte oder sonstige kriegswichtige Bedeutungen. Allein Bahnhof und Bahnlinien waren ein - freilich nachrangiges - Ziel. So findet man es auch auf den Listen der britischen Zielauswahl. - Nur einzelne Vorkommnisse erinnerten die Stadt daran, dass wirklich Krieg war, ein Angriff 1942 auf die Bahnlinie nach Süden, ein abgestürzter B17 Bomber 1944. Anfang 1945 waren bezüglich des Flächenbombardements unter Arthur Harris ("Bomber-Harris") allerdings die meisten Kriegsziele der Alliierten bereits erreicht worden. Das urbane Deutschland lag buchstäblich in Trümmern. So kam es, dass zur Demoralisierung der Bevölkerung neue Ziele für den Einsatz von Brandbomben ausgesucht wurden. Für die Auswahl war wohl nicht der Anteil an Kulturgütern ausschlaggebend, sondern der Grad der Brandanfälligkeit durch z.B. mittelalterliche Bausubstanz. Auf einer solchen Liste taucht Würzburg am 23. Januar 1945 erstmalig auf. - Ende Februar bombardieren die Amerikaner Bahnhof und Bahnanlagen, Anfang März die Briten das Stadtgebiet mit Mosquito-Bombern. Was dann aber schließlich am Abend des 16. März 1945 geschah, ist auch rund 70 Jahre danach kaum zu schildern und kann in Worten sowieso nur ansatzweise, unvollständig und nur ohne das tatsächliche Grauen wiedergegeben werden. Es ist neben den grossen Pogromen des 14. Jahrhunderts der schwärzeste Moment der Stadtgeschichte. 500 Bomber vom Typ Lancaster der "No. 5 Bomb Group" machen sich am Nachmittag schwer beladen von London aus auf den Weg nach Deutschland. Für 225 Maschinen heisst das Ziel Würzburg. Es sind dieselben, die Mitte Februar bereits Dresden bombardiert haben. Nachdem es einen Voralarm gegeben hatte, wird in der Stadt um 21:07 Uhr der richtige Luftalarm ausgelöst. Nicht vorstellbar, was noch geschehen wäre, wenn dies nicht der Fall gewesen wäre. Ab 21:25 Uhr fallen die Bomber von Süden her (aus der Richtung Nikolaus- und Marienberg) in 3 Wellen über Stadt her. Insgesamt regnen 256 Sprengbomben und ca. 300.000 Stabbrandbomben vom Nachthimmel herab. Um 21:43 Uhr befanden sich diese Flugzeuge wieder auf dem Rückflug. In kürzester Zeit entwickelte sich ein in der Innenstadt flächendeckender Feuersturm mit Temperaturen von ca. 2000 Grad Celsius. Darin kamen ca. 5000 Menschen ums Leben, davon ca. 2000 spurlos verschwunden bzw. in der Hitze wohl einfach verdampft. So unfassbar, so unbegreifbar sich das anhört. Das Feuer war noch in über 200 Kilometer Entfernung zu sehen. Die Bezifferung der Zerstörung geht je nach Rechnung auseinander. Es ist auch nicht wichtig, ob man 82 oder 98 Prozent Vernichtung errechnet, elementar ist vielmehr, dass der Untergang der Stadt vollständig und ganz und gar gewesen ist. In nur 17 Minuten. Der Grad der Vernichtung war schlimmer noch als zuvor in Dresden. Innerhalb des Rings standen nur noch 6 Häuser ... und die 'Alte Mainbrücke'. - Ein paar Tage später hatten die Nazis allerdings nichts besseres zu tun, als die historische Brücke gegen die anrückenden Amerikaner auch noch zu sprengen. Insgesamt hatte Würzburg im Laufe des 2. Weltkrieges 66 Prozent seiner Einwohner verloren. Die Amerikaner kamen am 05. April 1945 in die Stadt. Entsetzt über das, was sie vorfanden, machten sie sich gleich daran historische Monumente zu sichern und abzustützen, soweit dies möglich war. Balthasar Neumanns Gewölbe mit Tiepolos Fresko über dem Mittelbau der Residenz hatte den Einsturz von Dach und Dachstuhl zwar überstanden, trug aber tonnenschwer an der Last. Außerdem lag eine veritable Sprengbombe als Blindgänger mitten darauf. Unglaublich! Der US Offizier John D. Skilton (ich glaube, er kannte Würzburg aus der Zeit vor dem Krieg) holte diese Bombe mit seinen Leuten unter Lebensgefahr dort herunter und sorgte ausserdem für ein Notdach gegen die Witterung. Das hat Würzburg ihm nicht vergessen. Der Dom hingegen hatte weniger Glück. Ein knappes Jahr nach dem Bombardement hielt die Nordwand des Langhauses dem Druck des in barocker Zeit eingezogenen Gewölbes (einzelne Bruchstücke liegen heute im Dachstuhl des Doms) trotz der Abstützungsversuche mittels schwerer Holzbalken nicht mehr stand und stürzte am 20. Februar 1946 in sich zusammen. Beinahe jedes Monument der Stadt - sofern es gerettet werden konnte, wieder hergestellt oder neu geschaffen wurde - hat eine eigene Geschichte zu diesem 16. März 1945 zu erzählen. Unzählige jedoch sind für immer untergegangen und können bestenfalls in einer leider stetig blasser werdenden Erinnerung bewahrt werden. Auferstanden aus Ruinen Die Menschen, und trotz der anbrechenden entbehrungsreichen Nachkriegszeit auch ein wenig das Land, sahen fassungslos auf das, was von Würzburg übrig geblieben war, wenn man es überhaupt so nennen konnte. Das Wort vom "Grab am Main"  machte die Runde. - Neuanfang? Natürlich, das Leben der Überlebenden musste ja weiter gehen. Es gab aber tatsächlich ernsthafte Überlegungen dazu, die Stadt gewissermassen als "Neu-Würzburg" einige Kilometer mainaufwärts wieder aufzubauen und die Ruinen der zerstörten Stadt als ewiges Mahnmal an diese unsagbare Katastrophe zu belassen, wie sie waren. Ich habe während meines Studiums in den 1980er Jahren einmal gehört, dass es schliesslich die noch intakte Kanalisation gewesen sei, die vor allem dazu führte, dass dieser Plan wieder verworfen wurde. Ob das wirklich stimmt, weiss ich allerdings nicht, denn eine nachprüfbare Quelle ist mir dazu nicht über den Weg gelaufen. Würzburg blieb also dort, wo es immer war und seine Menschen machten sich - wie anderenorts auch - daran, den Schutt abzutragen und neu zu bauen. 2,7 Millionen Kubikmeter Trümmerschutt wurden abgeräumt, bis dieser 1964 nach fast 20 Jahren endgültig beseitigt war. Ein Mahnmal am Mainkai in der Nähe des 'Alten Kranes' erinnert daran. - Dieser Schutt ist auch als Bau- und v.a. Füllmaterial verwendet worden soweit möglich. Es heisst, dass von Heiligenfiguren der Alten Mainbrücke (dort sehen wir Repliken) heute unter der Leistenstrasse (Richtung Höchberg) ruhen. In der Orangerie des Hofgartens sind noch immer dutzende von Originalen gelagert, die nie wieder aufgestellt wurden oder zugeordnet werden konnten. Und, und, und ... ich selbst habe jahrelang hinter dem Sternplatz in einem Haus gewohnt, in dem der Trümmerschutt aus der Wand kam, wenn man ein Loch hineinbohrte. Man sieht der Stadt natürlich überall die ganzen Bauten der Folgejahrzehnte an, die historisch gar nicht so recht dahin gehören. Funktional, nüchtern und oft zu schnell, zu unüberlegt hochgezogen. Immerhin hat man sich des Stadtbildes zuliebe an Geschoß- und Firsthöhen sowie Dachgeschichten und anderes gehalten, so dass es sich noch einigermassen homogen ausgeht. Auch gab es ein grosses Bemühen die wichtigsten Gebäude historisch korrekt wieder aufzubauen, was nicht nur die ganz grossen Monumente einschloss, sondern durchaus auch Domherrenhöfe, Bürgerhäuser und vieles mehr. Alles in allem eine großartige Leistung, denn Würzburg ist es gelungen, sich sein historisches Erbe in weiten Teilen zurück zu geben. Alle Jahre läuten am 16. März zur Erinnerung sämtliche Glocken der Stadt (und das sind viele!) für die genaue Dauer des Angriffs. Ein düsterer und beklemmender Moment im Kalender unserer Stadt. Der Jammer über den immerwährenden Verlust einer der schönsten Städte des Erdballs bleibt. Die letzte Etappe bis zur Gegenwart ... Man kann sagen, dass Würzburg, welches so viele herausragende Momente, Entwicklungen und Ereignisse der europäischen Geschichte gesehen und begleitet hat, seit dem 2. Weltkrieg im Fortgang historischer Ereignisse nicht mehr im besonderen auffällig geworden ist. Die Menschen hier sind mehr als zufrieden mit der etwas unscheinbaren Rolle als Provinzzentrum der Region und Verwaltungsstadt; sie schätzen das ruhige Leben und beschäftigen sich im Rhythmus ihrer fränkischen Eigenschaften und Traditionen mit stets wiederkehrenden, lieb gewonnenen Abläufen. Bloß keine Aufregung. Während der 1960er und 1970er Jahre entsteht mit dem Campus ‘Am Hubland’ der groß angelegte Ausbau der Universität und macht diese zusammen mit den tollen Studienorten in der historischen "Alten Universität", dem "Wittelsbacher Schloss", dem Gebäude der "Neuen Universität", dem Südflügel der Residenz, den 'Prachtbauten' am Röntgenring und natürlich den Kliniken zu einem der sehr attraktiven Standorte in Deutschland. Dazu der internationale Ruf der Musikhochschule und die stark praxisorientierte Fachhochschule. Bis zu 35.000 Studierende bringen zumindest ein wenig Aufregung in die Stadt. 1970 hält man die Altstadt wieder für halbwegs hergestellt, 1979 kann der Dom wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden (weitere Sanierungen folgten). Das Spiegelkabinett der Residenz ist seit 1987 wieder rekonstruiert (hier hat der Künstler Wolfgang Lenz eine grossartige Arbeit geleistet). Ähnlich verhält es sich mehr oder weniger mit allen Orten der historischen Stadt. In Würzburg kann man heute wieder auf Schritt und Tritt große Geschichte, Kunst und Kultur entdecken. Entweder wurden Monumente, Figuren, Brunnen, Fassaden, Architektur etc. pp. wieder hergestellt oder man hat etwas Adäquates bzw. Modernes (hier leider mit manchmal weniger Fortune) versucht. Dann wird aber eigentlich immer in irgendeiner zumeist gelungenen Weise an den historischen Ort erinnert. Das modern gestaltete Congress Centrum seit 1985 am Main gelegen, die Landesgartenschau 1990 und der Anschluss an eine der ersten schnellen ICE Bahnlinien 1991 sowie der tolle 50 DM Geldschein im selben Jahr sind schon die grösseren Ereignisse der jüngeren Stadtgeschichte. Festhalten darf man dazu vielleicht auch, dass am 16. Januar 1991 die grösste Demonstration/Versammlung (bis dahin war es ein Nazi-Aufmarsch) sich mit geschätzten 30 - 35.000 Teilnehmern gegen den Ausbruch des damaligen Golfkrieges in der Nacht zuvor wandte und sich in einem Schweigemarsch für Frieden einsetzte. Würzburg heute ist eine Stadt mit Geschichte, Kultur, berühmten Bauwerken, berühmtem Wein, einer besonderen topografischen Lage am Maindreieck, Lebensart und viel Lebensqualität, die jährlich von über 7 Millionen Besuchern als zumeist sogenannte Tagestouristen aus aller Welt besucht wird. Insbesondere beliebt bei Amerikanern, Japanern und neuerdings auch Chinesen im Zuge einer Europareise. Aktuell international prominentester 'Botschafter' der Stadt ist der Basketballer Dirk Nowitzki, der hier aufgewachsen ist. Nachdem Sie dies alles nun gelesen haben, sind jetzt also Sie selbst an der Reihe: Entdecken Sie Ihr ganz eigenes, persönliches Würzburg.
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