Das Protokoll der letzten 24 Stunden des vergehenden, alten Würzburg im Roman „Bombennacht“. Der 16. März 1945 hat sich für alle Zeiten unauslöschbar in das Gedächtnis der Stadt am Main eingebrannt, denn an diesem Tag ging das alte Würzburg nach einem nur wenige Minuten andauernden Luftangriff in einem gewaltigen Feuersturm unter, und mit ihm annähernd 1300 Jahre Europäische Geschichte. Diesen entscheidenden letzten Tag erzählt der bewegende, neue Roman von Roman Rausch nun nach und führt den Leser sehr direkt und mittelbar zurück zu jener Katastrophe der letzten Kriegstage. Dabei schildert der Autor die unterschiedlichsten Schicksale, die Stimmung sowie die Realitäten des Lebens in der Stadt. Diese so verschiedenen Schicksale verbinden sich schließlich stellvertretend für alle von der heraufziehenden Katastrophe Betroffenen im Kampf um das nackte Überleben beziehungsweise im Untergang. Dabei verdichten sich die jeweiligen Erzählstränge mit dem Herannahen des Unvermeidlichen zusehends und erzeugen eine überaus authentische Atmosphäre aus miterlebten Gefühlen von Hoffnung, Trauer, Beklemmung, Angst bis hin zur Empörung und blanken Wut im Erkennen der Wahrheit. Die erzählerische Kraft und Leistung besteht hierbei nicht nur in der detailreichen und akribisch recherchierten Darstellung der Abläufe dieses so schicksalshaften Tages, dem Bombardement und anschließendem Feuersturm, sondern gerade auch in der schonungslosen Verknüpfung der Umstände aus unrechtsstaatlichem Handeln, aus Krieg, Massaker, sanktioniertem Morden, Unterdrücken, wissendem Wegsehen, sich taub Stellen und vielem mehr. So gelingt es diesem sehr lesenswerten Roman zumindest eine Ahnung davon zu gewinnen, wieso das historisch eigentlich unfassbare Ereignis des Unterganges der „Perle am Main“ überhaupt geschehen konnte. Roman Rausch, „Bombennacht“, Würzburg 2016 ISBN 978-2-429-03885-4
Home Über Würzburg In Bildern Stadtgeschichte Sehenswürdigkeiten Kulturelles Würzburg Wein und Kulinarisches Rundgänge Aktivitäten BASTELRAUM Ihre Würzburg-Links
Mein-Wuerzburg.com
Mein Wuerzburg
© 2014 - 2017 | Christoph Pitz,St.-Nepomuk-Str.6,D-97218 Gerbrunn,+49 (0)931 99 130 553 | Kontakt | Impressum
Die Zerstörung der historischen Stadt war aufgrund des durch die Brandbomben ausgelösten Feuersturms ganz und gar. Es spielt keine Rolle, ob man an einem Ort 80% Zerstörung notierte oder an einem anderen sogar 98 Prozent; was wirklich zählt war der unbändige Überlebenswille und die unfassbare Kraft des Wiederaufbaus. KLICKEN SIE AUF EIN BILD, UM DIE JEWEILIGE GROSSANSICHT ZU ÖFFNEN!              
Ein Modell der zerstörten Stadt ist als mahnende Erinnerung in einem zum Innenhof des Rathauses hin stets geöffnetem Raum (kleiner romanischer Saal) des “Grafeneckart” zu sehen. Jahr für Jahr erinnern Aktionen und  Gedenkveranstaltungen an diese grösste Tragödie Würzburgs. - Am Rathaus werden die Namen der Opfer ausgehängt und abends läuten alle Glocken der Stadt Das von dem Würzburger Fried Heuler geschaffene Mahnmal erinnert beim Hauptfriedhof an die 3.000 hier in einem Massengrab bestatteten Einwohner Würzburgs. Erinnerung bewahren - Versöhnung leben. Das ist der Gedanke der “Würzburger Versöhnungsgocke” (beim Hauptfriedhof) aus Bomben- und Granatteilen. Dies ist Teil einer internat. Friedensbewegung. Diese Schienenlore erinnert beim ‘Alten Kranen’ an die durch die ganze Stadt verlegte Trümmerbahn, mit deren Hilfe unfassbare 2,5 Millionen Kubikmeter an Trümmern abgeräumt wurden. Auch das linksmainische Würzburg wurde getroffen und ebenfalls stark in Mitleidenschaft gezogen. Die Bomber der RAF flogen die Stadt in mehreren Wellen aus Südwesten über den Nikolausberg an, also von links ins Bild hinein.
Während des Feuersturms entstanden  im Zentrum der Stadt Temperaturen  von mehreren tausend Grad, so dass  sogar Gesteine z.T. schmolzen und  Menschen regelrecht verdampften. 
Die Nordwand des Domes (hier noch  intakt) stürzte trotz aller Bemühungen  zur Abstützung im Frühjahr 1946 doch  noch ein und nahm das Gewölbe mit  sich. 
Die Alte Mainbrücke hatte die  Bombennacht heil überstanden. Es  waren schließlich die Nazis, welche die  Brücke dann doch noch ziemlich  unsinnig zerstört haben. 
Viele Gebäudekomplexe besassen zwar  noch ihre nun baufälligen Mauern, wenn  sie keine Sprengbombe getroffen hatte,  waren im Innern jedoch völlig entkernt   und ausgebrannt, wie dieses Bild zeigt. 
Das Luftbild der US-Streitkräfte sieht  aus wie ein Stadtmodell, ist aber bei  näherer Betrachtung ein Dokument des  Grauens. Diese Stadt ist unbewohnbar.
Solche Bomben wurden am 16. März 1945   innerhalb von nur 17 Minuten zu  Hunderttausenden über der Stadt von den  Bombern der RAF abgeworfen.

Untergegangen - Wiederauferstanden